C2 Nockenwelle für 64er, 65er L76
#1
Frohes neues Jahr an die Corvette Freunde!

bevor es bezüglich Nockenwelle zur Sache geht, möchte ich mein Projekt hier kurz vorstellen:
nach rund 4 Jahren Grundrestaurierung des Fahrwerks, Bremse und Differentials meines 64er Coupes ging es nach erfolgreicher Anmeldung im Sommer 2019 dann endlich auf die Strasse! Motor und Getriebe waren nur durchgeprüft, eingestellt und mit frischem Öl/Filter versehen.
Da ich nach dem Import aus USA nur ca. 50m auf dem Hof gefahren bin, war die Freude natürlich riesig und nach kürzeren Runden um die Werkstatt ging es dann auch gleich auf die Landstrasse und Autobahn. Der Wagen hat die L76 Maschine mit 4 Gang Muncie und einer 4,56:1 Hinterachse. Da kommt bei jedem Hochbeschleunigen Freude auf!

Nach anfänglicher Euphorie und Verbesserungsversuchen war dann immer ab 4000rpm doch nicht mehr alles so super!
Starke Vibrationen und nervigess Gerappel vom Motor/Getriebe/ Schaltgestänge.....
Motor und Getriebe also raus zur Bestandsaufnahme:
- Getriebelager haben extremes Spiel
- Motorlager verschlissen obwohl Zylinderbahnen OK, Kurbelwelle wurde schon geschlissen
- Köpfe korrekt mit großen Ventilen
- Sonstige L76 Schmankerl sind vorhanden wie Idler Roller, passende Aluspinne, verripter Balancer, Holley..
=> alles soweit beherrschbar

Nun zum eigentlichen Thema Nockenwelle L76:
- der Motor (1965er Short Block 3858180, wurde Ende der sechziger in den US gegen den Original 3782870er getauscht) hat eine Standardnockenwelle und Hydrostößel
- Original wird beim L76er Motor die sogenannte "Duntov" Nockenwelle (3849346) mit mechanischen Liftern verwendet und die soll da auch wieder rein!!
- Bislang habe ich bei CraneCams die Nummer 967251 als angeblich identischen Schliff gefunden


Wer hat Erfahrung mit dieser Welle oder hat eine verlässliche Bezugsquelle für diese spezielle Nockenwelle? OK!
Wer zufällig noch einen 64er 3782870er Block rumliegen hat - bitte melde Dich Waaas?  
 
Wünsche allen erfolgreiche Schrauberstunden und Safe Ride!
Axel
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#2
Hallo Axel,

das mit der Duntov Nockenwelle würde ich mir gut überlegen. Der L76 entfaltet seine Leistung erst im oberen Drehzahlbereich untenrum fehlt sie. Hinzu kommt, die Solid Lifter klackern hörbar im Gegensatz zu den Hydros. Das hatte ich 8 Jahre in meiner 59er C1, muss man mögen.
An deiner Stelle würde ich eine längere Hinterachse (3.36 oder 3.08) einbauen und damit cruisen.

64er Blöcke gibt es in den Staaten noch genügend, bei Interesse kann ich dir eine Adresse dort nennen.

Gruß
Matthias
[Bild: 29645495eq.jpg]

The bitterness of poor quality remains long after the sweetness of low price is forgotten.
Benjamin Franklin
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#3
Hallo, ich fahre den L76 und habe die 30/30 Nocke drin. Das Ding dreht zwar bis 6300 hoch..., hat aber untenrum nicht wirklich Power, sondern erst ab ungeführ 3300 UPM...das muss man mögen. Ich denke aktuell über die spätere LT1 Nockenwelle nach, da die etwas mehr Power untenrum entwickelt.

Die 4,56er Achse ist nicht wirklich praxistauglich. Da würde ich auch mindestens zu einer 3,36 raten.

Das Gerappel vom Schaltgestänge kann mehrere Ursachen haben:
1.) Keine Korrekten Verbinder im Gestänge verbaut. GM hat hierfür federnde Klammern. Wenn normale Splinte eingesetzt werden, rappelt das.
2.) Die schon erwähnten und verschlissenen Lager.
3.) Der Shifter wackelt mit dem Getriebe. War bei mir der Fall. Abhilfe schafft hier nur die Montage eines C3 Halters. Bei der C3 war der Schalthebel standardmäßig am Rahmen montiert und nicht mehr am Getriebe. Da ist dann in jedem Fall Ruhe.
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#4
Vielen Dank Matthias und Mickey!

kurz zur 4,56:1 Übersetzung:
fahrtechnisch bin ich ein absoluter Corvette Anfänger (komme aus der Engländer-Ecke - Healey usw.) und habe die "Unfahrbarkeit" der 4,56er Übersetzung schon oft gelesen. Bis 50 hat man locker alle Gänge durchgeschaltet Kopfschütteln
Die Übersetzung hat aber auch irgendwie ihren Reitz da so sehr selten und für eine kurze Runde perfekt. Die Geschichte zum Fahrzeug ist dadurch auch stimmig - da war halt nach kurzer Zeit der Originalblock hinüber und dann hat man sich mit einem Standard-Short Block geholfen...
Ausserdem: Da ich das Differential und die ganze Hinterachse samt Differential schon 2x komplett zerlegt und komplettiert habe, bleibe ich erstmal dabei.

Inzwischen habe ich die 30/30er Welle erworben und werde den Motor möglichst Originalgetreu zusammenbauen. Dann wird eine Fahrt auf dem Leistungsprüfstand nach dem Einfahren zeigen, was der Motor so kann.
Bei einer LT1 bin ich mal mitgefahren und das war insgesamt eine beeindruckende Kombination (auch mit 3,36 glaube ich). Ist sicher dieausgereifteste Variante.
Eine tolle Übersicht über sämtliche Chevy Nockenwellen bietet ZIP-Corvette auf der Homepage.

Die von Mickey  erwähnten federnden Klammern fehlen komplett. Bei der recht simplen Konstruktion könnte man die Originalität evtl. etwas vernachlässigen und stattdessen Kugelgelenke einbauen. Priorität für solche Spielchen ist leider noch ganz unten auf der Liste.
Ich berichte, wenn es erste Erfahrungen gibt!
Axel
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#5
http://www.corvetteamerica.com/part/2879...moreid=263

Das sind die G-Clips, die für die Ruhe im Kupplungspedal sorgen...bei dem Preis würde ich auf die Kugelgelenk-Idee verzichten, weil es das auch tut.
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#6
Ich habe auch ein 64er Coupé mit L76 und der Duntov-NW. Mag sein, dass sie von der Fahrbarkeit unterlegen ist, aber das Drehmoment auch im Drehzahlkeller finde ich in jedem Fall ausreichend.
Besonders reizvoll finde ich den Sound, besonders in Kombi mit dem Chambered Exhaust, der ohne störende Schalldämpfer auskommt...das klingt sehr racing like :-)

Gruß
Markus
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