Restauration meiner 79er?
#1
Hallo liebe Gemeinde.

Nun bin ich noch nicht allzu lang Besitzer meiner Corvette (ca. 1 Jahr jetzt).
Ich habe das Fahrzeug nun etwas kennen lernen dürfen, bin damit jetzt ca. 6000 km gefahren. Nach dem ich zur Erkenntnis gekommen bin, dass ich ganz vielleicht etwas übervorteilt worden bin, habe ich mich dann doch in den Wagen verliebt und möchte ihn restaurieren. 

Durch Corona und die dann ausfallenden Reisen mit meiner Freundin, ist mein Budget für die Restauration größer, aber immer noch beschränkt. Mit meinen 24 Jahren bin ich hier wohl noch eine Art Nesthäkchen und konnte noch nicht sooo viel sparen... :o)
Ursprünglich wollte ich das ganze nächstes Jahr in Angriff nehmen, aber durch Corona hat man gezwungener Maßen relativ viel Freizeit. Also warum nicht jetzt?


Meine Rahmenbedigungen:
- Ich habe einen Teil einer Scheune gemietet, zu der ich ca. 25 km fahren muss. Diese ist nicht beheizt - deshalb finde ich die Restauration im Sommer gar nicht mal so uncharmant. Ein Kollege Restauriert dort gerade seinen Dodge Dart, es ist viel Werkzeug vorhanden.

- Kleines Budget. Ich weiß, eine Restauration kann teuer werden. Ich habe nicht den Anspruch Zustand 1 zu erzielen, so wie Zuendlers Karren das wohl tut...   OK!  Mein Hauptanliegen ist eine Revision des Motors mit Umbau auf Roller Lifter. Meine Nockenwelle - so vermute ich - scheint eingelaufen zu sein. Die Kompression ist soweit gut, er läuft aber sehr unrund und auch mit Drehzahlschwankungen. Darüber hinaus vermute ich eine defekte Ventilschaftdichtungen, weil sie manchmal beim Anlassen kurz blau qualmt. So ca. bei 1 von 10 mal Anlassen. Großes Tuning möchte ich nicht machen, das ist mit dem Th200-4R auch nicht drin... Darüberhinaus möchte ich den Rahmen neu Lackieren. Da blättert es etwas ab, der Rahmen selber sieht aber ganz gut aus. Scheibenrahmen - ja, mal gucken....  haarsträubend Die Elektrik möchte ich auch überarbeiten. Ich habe dauernd oxidierte Stecker mit Spontanausfällen. Außerdem funktioniert die Innenraumbeleuchtung, die Power Doors und der Transducer nicht (Ich schließe mich da also dem Transducer-Squad, was sich hier zu bilden scheint, an). Der Rest funktioniert soweit.  Ein weiterer Punkt ist mein Differential, ich bin mit den 4,11 trotz TH200-4R immer noch nicht zufrieden, obwohl es schon deutlich besser geworden ist. In Bezug auf die Inneneinrichtung brauche ich neuen Teppich und neue Bezüge. 

- Den Gedanken mit Autogas fahren zu können finde ich charmant... Augenrollen 

- Mein Lack ist in gutem Zustand. Da muss nicht lackiert werden und das versuche ich auch zu vermeiden... 

- Fahrwerk Verschleißteile sehen neu aus, das muss dann hoffentlich auch nichts neu machen.

- Ich habe noch nie ein Auto restauriert, traue mir das aber zu. Ich hatte mal einen Motor von einem Motorrad zerlegt und der lief danach auch wieder. Sowas würde ich bei der Corvette selbst machen.


1. Bevor ich das ganz Unterfangen durchziehe, habe ich noch ein paar allgemeine Fragen: Wie bestellt ihr die Massen an Teilen? Für jedes Beutelchen 50€ Luftfracht zu zahlen ist mir zu viel. Da würde ich mich über Erfahrungen von Restaurateuren freuen.

2. Auch würde ich mich über Abschätzungen der Kosten freuen, falls jemand von euch das in ähnlichem Umfang schon einmal durchgeführt hat. Ich werde über Ostern mal im Netz gucken, was die Teile kosten... (Lack, Dichtungen, Teppich, Bezüge, Motorüberholung, Transducer, Material für Edelstahlauspuff Marke Eigenbau, diverses..)

3. Wie seid ihr vorgegangen? Habt ihr euch eine Art Projektplan erstellt, oder einfach nach Lust und Laune drauf los restauriert?

Und zum Abschluss: Ich weiß das ich das Geld nicht wiedersehen werde. 

Liebe Grüße und frohe Ostern,
Christoph
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#2
Ich sitz grad nur am Handy, daher keine Antwort- aber sei gewiss, bis Montag hast Du mehr, als du haben wolltest 😂
Viele Grüße, Martin

18436572
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#3
Also, nach dem was Du da vor hast .. wenn Du nur an den Wochenenden arbeiten kannst .. das wird sportlich.

Bin sehr gespannt auf die Ratschläge, insbesondere zur Beschaffung von Kleinteilen. Da kostet bei jedem Teil die Fracht mehr als das Teil selbst.
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#4
Ich habe keine C3, also keine Fachmeinung oder Tipps, sorry.

Wenn du Geld sparen willst, warum dann eine Gasanlage? Das würde ich als erstes streichen. Rechne mal gegen, wie viel du fahren musst, bis sich das amortisiert. Und am Ende baust du eine weitere Fehlerquelle ein.
Gruß
Sebastian
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#5
Hey Christoph,
zu den Kosten:
Ich selbst habe in den 90er zwei Fahrzeuge restauriert. Beide lagen ohne Lackieren bei ca 10.000 DM. Geplant waren damals ca. 6-7.
Was ich damit sagen will ist: In der Regel wird es immer teurer. Denn Du nimmst dir zb. vor die Sitze neu zu beziehen. Dann stellst Du fest, dass vielleicht der Teppich neben den neuen Sitzen etwas ranzig wirkt. Und schwubs macht man den auch neu und so geht das manchmal ganz schnell. Oder Du findest beim zerlegen ( und das wirst Du mit Sicherheit ) noch Baustellen ,die Du nicht auf dem Zettel hattest. Mein bester Freund hat gerade einen Corrado restauriert. Geplant waren 6 Monate und 6000 € Gekostet hat ca 12000 und gedauert hat es 1,5 Jahre.
Will damit sagen wenn Du noch nie restauriert hast, plan doppeltes Budget und schlag bei der Zeit noch gut was drauf.
Viele Grüße
Christian
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#6
Viele Verschleißteile bekommt man bei rockauto.com für vernünftiges Geld. dort bitte unbedingt Customs prepaid einstellen und dann klappt das mit Versand bis vor die Haustür.

Corvette spezifische Innenraumteile z.B. wirst Du dort nicht bekommen....die gibt es nur für ordentlich Luftfracht.

Daher musst Du gut überlegen, was du willst.
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#7
Hallo,
Schon das es wieder einen erwischt hat mit den Corvettevirus!
Naja, zwischen ein Mopedmotor und einen ollen US-Block gibt es dennoch viele Unterschiede.
Bei meiner wurde der Motor und das Getriebe in einer Fachwerkstatt letztes Jahr überholt. Der ganze Rummel hat mich gute 45oo€ gekostet. Hätte ich auch selber machen können, aber dann auch nur am Wochenende und auch nicht immer. Selbst dort stand die Lady 3 Monate. Hatten viel zu tun und auch die deutschen Händler haben nicht immer alle Teile im Lager.
Innenraum: Dort kannst Du viele Überraschungen finden. In den Winterferien habe ich bei meiner den Teppich rausgeworfen und einen neuen gelegt, inkl. Alubutyl und zusätzlicher Dämmung. Zum Glück war im Blechbereich alles rostfrei. Überraschungen gaben nur in Form von einer alten Brötchentüte aus dem Corvettewerk und einen Quarter.
Am besten du machst daraus eine fahrende Restauration, wenn Du nicht alles zerlegen möchtest. Motor/Getriebe am besten von einer Fachwerkstatt machen lassen, da ggf. du Laufbuchsen und weiß der Geier was alles gemacht werden muß. Das kann fast jeden Hobbyschrauber schnell überfordern und es gibt wieder eine Vette als Scheunenfund.
LG
Stefan aus Wetter/Ruhr
Everything under 5 liters displacement is a soft drink.
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#8
Hi Christoph,
will dir nicht zu Nahe treten aber ich glaube fast du gehst das etwas , wie soll ich sagen, zu unüberlegt an. Wenn ich höre, Scheune unbeheizt willst du eine Resrauration in einem Sommer durchziehen? Das wird selbst bei kleiner Restaurierung fast nicht möglich sein weil selbst da unerwartete Arbeiten einftreten. Du sprichts von Auto das über 40 Jahre auf dem Buckel hat und da aufs grade wohl ins Blaue ne Restaurarion anzufangen wäre selbst für erfahrene Leute eine Herausforderung. In dieser Zeit bekommst (meine Meinung) nicht mal ne Stufe 2 gut erledigt.
Zündlers Vette oder seine Arbeit kannst eigentlich nie als Maßstab nehmen, das ist besser als das Original als Neuwagen.
1.Du solltest die wirklich erst mal eine genaue Liste machen was du genau machen willst.
2. Alle Preise für Teile zusammenfassen inkl Fracht. Es wurde ja schon erwähnt dass bei Rockauto viele Teile bekommst , für gute Preise
3. Reparsturhandbuch für dein Baujahr wird dringend empfohlen , genauso für Motor , wenn du da wirklich selbst dran willst , ist aber kein Motor aus nem Moped oder Motorrad
4. Motor bekommst aber auch schon guten neue für recht gute Preise
5. Wenn du mit Elektrik mal angefangen hast kannst nicht da ein Kabel und da ein Kabel wechseln, das bringt nichts. Wie du schreibst funktionieren manche Dinge jetzt schon
nicht mehr, , da ist es auf jeden Fall das beste neue einzuziehen und selbst nur da hast du gleich mal Kosten im 4-stelligen Bereich.
6. Rahmen lackieren setzt vorraus dass alles zerlegt werden muß, also wird das keine "für einen Sommer" Restaurierung
7. "Neuer Teppich" wird es auch nicht bleiben, wie sehen die Sitze aus ? müssen die dann auch aufgearbeitet werden? Wie sieht es unter dem Teppich aus?
8. Wenn du alles gut berechnet und geplant hast gib mal von den Kosten nochmal ein drittel bis zur hälfte der Kosten oben drauf und von Zeitaufwand genauso.
Wenn ich das alles habe würde ich in einen Scheune nicht restaurieren, was machst du wenn es in den Winter rein geht und alles zerlegt in der Scheune rumliegt?
Ich will dir das alles nicht madig maxhen, im Gegenteil, ich find es super wenn auch jüngere sich für diese Autos interresieren, dir sollte nur klar sein dass es nicht so einfach werden wird wie du dir das vielleicht vorstellst.
Und die Kosten die hier fast alle in die Autos inverstieren bekommst in den meißten Fällen nicht zurück aber dafür macht es auch fast niemand sondern um dies Autos zu fahren und weiter am Leben zu halten.
Grüße Kalle
Es gibt keine dummen Fragen , nur blöde Antworten.
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#9
Hi,
mit Autogasumrüstung verlierst Du m. E. die H-Zulassung.
Frohe Ostern,
Grüße,

Strippe
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#10
Oh , das mit der Gasanlage hatte ich komplett vergessen weil mir das ein wenig unsinnig vorkommt aber ich denke Strippe hat recht meine auch gehört zu haben dass dadurch das H weg ist.
Grüße.
Es gibt keine dummen Fragen , nur blöde Antworten.
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