Reparatur Halterung Uhr 66iger
#1
Hallo Zusammen,
beim Frühjahrsputz meiner 66iger kam mir plötzlich und unerwartet der aus dem Armaturenbrett hervorstehende Ring der Uhr entgegen. haarsträubend
Wie man erkennen konnte, war dieser mal von meinem Vorbesitzer mit dem Gegenstück des Uhrengehäuses verklebt worden.

An dem Ring konnte man 6 kleine Stifte (1-2 mm lang) erkennen, die ursprünglich wohl mal in 6 kleinen Löchern im Gegenstück gesessen haben mussten. Diese mussten ursprünglich auch etwas länger gewesen sein, da noch Reste davon im Gegenstück zu erkennen waren. Von dem Ring habe ich leider kein Foto gemacht, deshalb hier eins von Uli (stingray427):


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Viele Grüße, Hallo-gruen
Günter
[Bild: 29701324la.jpg]
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#2
Für mich stellte sich nun die Frage: wie ist die Uhr aufgebaut und lassen sich die kleinen Stifte mit dem Gegenstück vernieten (verstemmen) oder hilft nur Kleben. Einerseits war fraglich, ob sich das Material vernieten ließ, da es nach Druckguss aussah, andererseits konnte ich mir aber auch nicht vorstellen, dass die Uhr im Originalzustand verklebt war.

Nachdem ich mich im Forum und bei Uli etwas schlauer gemacht hatte, habe ich mich dann entschieden: vernieten

Bei der Recherche hatte ich festgestellt, dass ich wohl nicht der einzige mit diesem Problem war. Da ich aber keine Fotodoku zu der Reparatur finden konnte, habe ich mich hierzu mal versucht:
Zum Ausbau der Uhr nimmt man am besten die beiden seitlichen Verkleidungen im Bereich des Radios ab, das erleichtert die Zugänglichkeit. An der Uhr befinden sich zwei Stifte die durch die Halteschale im Armaturenbrett gehen und die von hinten mit Clips bestückt sind.


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Viele Grüße, Hallo-gruen
Günter
[Bild: 29701324la.jpg]
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#3
Diese Clips abziehen, dann kann man die Uhr hervorziehen und die Lampen und den Stecker entfernen: Uhr ausgebaut.


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Günter
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#4
Da mein Ring von der Optik her noch voll in Ordnung war und die Stifte mir noch lang genug erschienen, wollte ich den Versuch mit meinem Ring wagen.

Andernfalls hätte man diesen Ring bei den üblichen Verdächtigen auch als Ersatz kaufen können.
Da die Plastikabdeckscheibe an dem Stellstift herumbaumelte, habe ich als erstes den Stift mit einer Zange gehalten und den Knopf abgeschraubt. Der Stift war verrostet: lackiert.

Die Scheibe habe ich auch gleich mal mit einer Polierpaste „Scratchremover“ wieder schick gemacht.


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Günter
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#5
Das Uhrengehäuse besteht aus zwei Blechtöpfen zwischen denen eine Trägerplatte liegt, an der das Uhrwerk befestigt ist. Der untere Blechtopf ist an 4 Stellen mit dem oberen Blechtopf verbördelt. Die Stellung der Elemente zueinander ist durch eine kleine Lasche eindeutig vorgegeben


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Günter
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#6
Nachdem ich den Pluspol abgeschraubt hatte und die 4 Bördelungen mit einem Schraubendreher aufbogen hatte, ließen sich die beiden Töpfe und die Uhrwerksplatte voneinander trennen.


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#7
Jetzt konnte man im oberen Topf auch innen die Kleberreste erkennen. Die Kleberreste habe ich mit einem kleinen Körner und einem Messer entfernt.


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Günter
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#8
Tipp: Wer noch etwas weiter gehen möchte, kann seine Uhr auch säubern und ölen, oder zur Reparatur zum Corvetteuhrmacher seines Vertrauens (s.o.) schicken.


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Viele Grüße, Hallo-gruen
Günter
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#9
Danach konnte ich erkennen, dass im Bereich der 6 Löcher des oberen Topfes die Auflagefläche nicht plan war. Diese habe ich mit einem kleinen Durchschlag auf einer festen Unterlage gerichtet. Das war wichtig, da die kleinen Stifte ja schon sehr kurz waren, ich ja noch Material zum Vernieten brauchte und die Stifte deshalb so weit wie möglich in den oberen Topf ragen sollten.

Anschließend habe ich versucht, den Ring und den oberen Topf zusammenzubringen, was nicht gelang, da die Stifte teilweise zu dick für die Löcher waren. Die Stifte habe ich dann soweit vorsichtig mit einer Feile abgefeilt (nur nicht zu viel Material wegnehmen), bis sie durch die Löcher passten und der obere Topf plan am Ring anlag.


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Viele Grüße, Hallo-gruen
Günter
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#10
Nach der Anprobe noch die Scheibe zwischen Ring und Topf gelegt (Lage ist durch eine kleine Nase vorgegeben) und die Teile wieder zusammengesteckt. Den Ring habe ich auf eine feste Unterlage gelegt, den Topf an den Ring gedrückt und die Stifte mit dem Durchschlag vernietet.

Um den Stellknopf wieder gut auf dem Stellstift verschrauben zu können, kann man beim Festschrauben den Stift hinten am Zahnrad festhalten. Das erspart einem den Einsatz der Zange an dem in meinem Falle frischlackierten Stellstift. Ist der Knopf nicht festgezogen, lässt sich die Uhr später nicht zurückstellen, da sich der Knopf im Gewinde löst.

Anschließend brauchten dann nur noch die Uhrplatte und die beiden Töpfe wieder zusammengesteckt werden, die beiden Töpfe wieder verbördelt und der Pluspol wieder angeschraubt zu werden.

Der Einbau der kompletten Uhr erfolgte dann wie Ausbau - nur rückwärts.

Viele Grüße Hallo-gruen
Günter
Viele Grüße, Hallo-gruen
Günter
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