17.05.2026, 23:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2026, 23:04 von Fendar.
Bearbeitungsgrund: kleine Schreibfehler
)
Untersuchungen am 16.05.2026
Tobi kam zu mir zu Besuch, damit wir uns mal zusammen den Vergaser anschauen und sehen, ob wir was verbessern können. Angedacht war, das Leerlauf-Gemisch einzustellen.
Befund
1. Choke-“Uhrwerk“ sitzt fest. Da bewegt sich nix.
Zustand ist konstant mit offener Chokeklappe, die sich im mechanischem Spiel etwas bewegen lässt.
2. Kleine Spiralfeder am unteren Ende des Choke-“Uhrwerk“ war ausgehängt … habe es wieder eingehängt. Hat wohl keine Auswirkungen, da ja die Choke-Technik fest sitzt.
3. Dünner Schlauch war rissig am Stutzen.
Angeschlossen an der vorderen/linken Seite des Vergasers und verbunden mit dem Tank (Fahrerseite, unten am Kotflügel).
Schlauch konnte man nachziehen und kürzen, um die rissige Stelle zu entfernen.
Schlauch saß, dann auch viel besser … hatte aber keinerlei Auswirkungen.
4. Leerlauf-Anschlag hat keine wirkliche Bedeutung, da diese den Drosselklappen-Hebel nicht berühren!
Drosselklappen-Hebel scheint nicht weit genug zurück drehen zu können.
Daher hat auf der Fahrerseite das Idle-Stop-Solenoid (das „Relais-Stempel-Ausfahr-Ding“ an dem Drosselklappen-Hebel in diesem Zustand keine funktionale Bedeutung.
5. Leerlauf-Anschlag für den Fast-Idle haben wir gedreht, um zu sehen ob dieser den Drosselklappen-Hebel beeinflusst … hat er aber nicht.
Dieser sollte auch nicht aktiv sein, da die Choke-Technik dauerhaft „aus“ ist.
6. Leerlauf-Gemischschraube links war 4¼-Umdrehungen offen.
7. Leerlauf-Gemischschraube rechts war 3½-Umdrehungen offen.
8. Drehzahl wabert so um 1000 Upm rum, mal darunter mal darüber.
Einstellversuche
Ziel war es eine bessere Leerlauf-Einstellung für sowohl Drehzahl als auch Gemisch zu finden.
Leerlauf-Drehzahl
Wir wollten hier erreichen, dass die üblichen Leerlauf-Anschläge wirksam sind und man die Drehzahl sauber einstellen.
Dieser Vergaser hat ja ganze drei davon!
1. Fast-Idle, der nur wirksam ist, wenn der Choke aktiv (also geschlossen) ist.
2. Normales Idle, wirksam wenn der Motor normal im warmen Zustand läuft.
Hierbei ist das Idle-Stop-Solenoid bestromt und sein Stempel ist ausgefahren.
3. Idle mit ausgeschaltetem Idle-Stop-Solenoid.
Idle-Stop-Solenoid ist aus und sein Stempel ist eingefahren.
Hierin lag das Problem!
Keines der drei Anschläge hatte irgendeine Auswirkung!
Wir versuchten an der Idle- und Fast-Idle-Schraube die Leerlauf-Drehzahl zu bestimmen, aber die hatten keine Auswirkungen, da wohl der Drosselklappen-Hebel nicht weit genug schließt.
Man konnte von oben durch die primären Venturis zwar sehen, dass die Drosselklappen geschlossen waren, aber wie weit genau war nicht zu sehen.
Dafür müsste man den Vergaser runter bauen.
Leerlauf-Gemisch
Wir wollten hier eine bessere Gemisch-Einstellung hinbekommen, da der Motor im Leerlauf (→ Geruch/Abgas) etwas Fett zu sein scheint.
Natürlich … ohne genaue Messung keine genaue Aussage bzw. Einstellung!
Wir fingen an, beide Gemisch-Schrauben auf 4 Umdrehungen einzustellen.
Anschl. drehten wir auf der linken Seite (Fahrerseite) zu bis man irgendein Unterschied hörte … dann war die Schraube ganz zu!
Danach öffneten wir die Schraube wieder auf 1 Umdrehung auf.
Mit der rechten Seite wiederholten wir den Spaß mit dem selben Resultat … hä!?
Kein Unterschied hörbar/erkennbar?
Danach haben wir zum Spaß mal beide Schrauben zu gedreht. Normalerweise sollte der Motor dann nicht mehr laufen im Leerlauf.
Bei diesem Test war fast kein Unterschied erkennbar! – Oha! Das ist nicht soooooo gut.
Wir hatten dann beide Gemisch-Schrauben auf ½ Umdrehung belassen, wo der Motor anscheinend problemlos lief!
Fazit der Einstellversuche
Beide Einstellversuche waren somit nicht zufriedenstellend und deuten auf ein technisches Problem hin.
Zusammen mit dem subjektiven Eindruck, dass der Motor zu fett läuft, deutet es darauf hin, dass der Motor von irgendwo noch extra Sprit zieht.
Stefan’s bekloppte Theorien
Ich bin ja ein Meister darin mir irgendwelche bekloppten Theorien zu einem Problem zusammen zu spinnen, die … dann vollkommen falsch sind!
Theorie A:
Einfluss durch die sogenannte Off-Idle-Düse!
Dieser Vergaser hat oberhalb der normalen Leerlauf-Düsen die sogenannten Off-Idle-Düsen.
Diese befinden sich oberhalb der geschlossen Drosselklappen, so dass sie erst wirksam werden, wenn diese ein klein wenig geöffnet werden.
Sie dienen dazu den Übergang von Leerlauf zum Normalbetrieb zu verbessern.
Da die genaue Position der Drosselklappen nicht ganz klar ist, könnte es sein, dass diese bereits im aktuellen Leerlauf-Zustand die Off-Idle-Düsen mitbenutzen und damit das Leerlauf-Gemisch erhöhen. Es würde auch erklären, warum das Einstellen der Gemisch-Schrauben fast keinen Effekt hatte.
Theorie B:
Nebenluft-Thematik!
Ich nehme dies auf, weil es bestimmt sonst ein anderer tut!
Durch Luft, dass am Vergaser vorbei in die Ansaugbrücke fließt, wird effektiv zum Einen die Leerlauf-Drehzahl angehoben und zum Anderen das Gemisch abgemagert.
Diese Theorie könnte die Drehzahl-Einstellung erklären, aber nicht warum die Gemisch-Schrauben keinen Einfluss haben.
Theorie C:
Sitz der Leerlauf-Gemisch-Schrauben ist defekt/verdrückt/schlecht.
Das bedeutet, dass eine geschlossene Leerlauf-Gemisch-Schraube eben nicht geschlossen wäre, weil der Dichtsitz verdrückt oder beschädigt ist.
Dies würde nur die Gemisch-Einstellung erklären, aber nicht ganz.
Denn geschlossen würde man ja trotzdem am Motorlauf eine größere Veränderung merken, auch wenn die Gemisch-Schrauben nicht ganz schließen können.
Die Nachwehen
Nach der Aktion wollten wir zurück zur Wohnung fahren und zusammen Kaffee und Kuchen genießen.
Also kurze Fahrt mit der Corvette zum Bäcker und dann zur Wohnung.
Wohlgemerkt … hier waren die Gemisch-Schrauben noch auf eine ½ Umdrehung eingestellt.
Bei diesen kurzen Fahrten ging der Motor dann immer wieder mal im Leerlauf aus.
Mmmmhhhh … haben die Gemisch-Schrauben doch einen Einfluss?
Wir haben dann die Gemisch-Schrauben wieder aufgedreht, aber beide auf 3 Umdrehungen.
Damit konnte er dann sicher heimfahren.
Weitere (bekloppte) Gedanken dazu …
Für mich bestätigt das ein wenig Theorie A.
Denn wenn die Drosselklappen keinen sicheren Anschlag haben und knapp über der Off-Idle-Düse hocken, dann könnte während der Fahrt ja doch einmal die Drosselklappen ein wenig weiter zu sein … und schon ist zu wenig Sprit da und sie geht aus.
Konsequenzen
Um die technischen Probleme zu untersuchen, muss man den Vergaser runter nehmen und genau anschauen, was wir hier nicht gemacht haben (und auch nicht wollten).
Ich wollte vermeiden, dass seine Corvette bei mir „gestrandet“ ist.
Man sollte untersuchen, wie die Drosselklappen stehen und wie beweglich sie sind.
Event. macht es Sinn den Vergaser komplett zu zerlegen, dann kommt man gut an die unterste Ebene mit den Drosselklappen und der Leerlauf-Düsen ran.
Aber bei so einem Zerlegen, braucht man min. einen neuen Dichtungssatz (oder einen kompletten Überholsatz).
Wenn ein anderer passender Vergaser verfügbar ist, könnte man auch den ganzen Vergaser tauschen.
Dann wäre die Corvette wieder fahrbereit, solange man sich mit dem Untersuchen/Reparieren des Vergasers beschäftigt.
Ich habe nur keine Erfahrungen mit Vergaser-Tausch und ich habe keinen anderen.
Uff … das wurde hier wohl doch etwas länger …
Tobi kam zu mir zu Besuch, damit wir uns mal zusammen den Vergaser anschauen und sehen, ob wir was verbessern können. Angedacht war, das Leerlauf-Gemisch einzustellen.
Befund
1. Choke-“Uhrwerk“ sitzt fest. Da bewegt sich nix.
Zustand ist konstant mit offener Chokeklappe, die sich im mechanischem Spiel etwas bewegen lässt.
2. Kleine Spiralfeder am unteren Ende des Choke-“Uhrwerk“ war ausgehängt … habe es wieder eingehängt. Hat wohl keine Auswirkungen, da ja die Choke-Technik fest sitzt.
3. Dünner Schlauch war rissig am Stutzen.
Angeschlossen an der vorderen/linken Seite des Vergasers und verbunden mit dem Tank (Fahrerseite, unten am Kotflügel).
Schlauch konnte man nachziehen und kürzen, um die rissige Stelle zu entfernen.
Schlauch saß, dann auch viel besser … hatte aber keinerlei Auswirkungen.
4. Leerlauf-Anschlag hat keine wirkliche Bedeutung, da diese den Drosselklappen-Hebel nicht berühren!
Drosselklappen-Hebel scheint nicht weit genug zurück drehen zu können.
Daher hat auf der Fahrerseite das Idle-Stop-Solenoid (das „Relais-Stempel-Ausfahr-Ding“ an dem Drosselklappen-Hebel in diesem Zustand keine funktionale Bedeutung.
5. Leerlauf-Anschlag für den Fast-Idle haben wir gedreht, um zu sehen ob dieser den Drosselklappen-Hebel beeinflusst … hat er aber nicht.
Dieser sollte auch nicht aktiv sein, da die Choke-Technik dauerhaft „aus“ ist.
6. Leerlauf-Gemischschraube links war 4¼-Umdrehungen offen.
7. Leerlauf-Gemischschraube rechts war 3½-Umdrehungen offen.
8. Drehzahl wabert so um 1000 Upm rum, mal darunter mal darüber.
Einstellversuche
Ziel war es eine bessere Leerlauf-Einstellung für sowohl Drehzahl als auch Gemisch zu finden.
Leerlauf-Drehzahl
Wir wollten hier erreichen, dass die üblichen Leerlauf-Anschläge wirksam sind und man die Drehzahl sauber einstellen.
Dieser Vergaser hat ja ganze drei davon!
1. Fast-Idle, der nur wirksam ist, wenn der Choke aktiv (also geschlossen) ist.
2. Normales Idle, wirksam wenn der Motor normal im warmen Zustand läuft.
Hierbei ist das Idle-Stop-Solenoid bestromt und sein Stempel ist ausgefahren.
3. Idle mit ausgeschaltetem Idle-Stop-Solenoid.
Idle-Stop-Solenoid ist aus und sein Stempel ist eingefahren.
Hierin lag das Problem!
Keines der drei Anschläge hatte irgendeine Auswirkung!
Wir versuchten an der Idle- und Fast-Idle-Schraube die Leerlauf-Drehzahl zu bestimmen, aber die hatten keine Auswirkungen, da wohl der Drosselklappen-Hebel nicht weit genug schließt.
Man konnte von oben durch die primären Venturis zwar sehen, dass die Drosselklappen geschlossen waren, aber wie weit genau war nicht zu sehen.
Dafür müsste man den Vergaser runter bauen.
Leerlauf-Gemisch
Wir wollten hier eine bessere Gemisch-Einstellung hinbekommen, da der Motor im Leerlauf (→ Geruch/Abgas) etwas Fett zu sein scheint.
Natürlich … ohne genaue Messung keine genaue Aussage bzw. Einstellung!
Wir fingen an, beide Gemisch-Schrauben auf 4 Umdrehungen einzustellen.
Anschl. drehten wir auf der linken Seite (Fahrerseite) zu bis man irgendein Unterschied hörte … dann war die Schraube ganz zu!
Danach öffneten wir die Schraube wieder auf 1 Umdrehung auf.
Mit der rechten Seite wiederholten wir den Spaß mit dem selben Resultat … hä!?
Kein Unterschied hörbar/erkennbar?
Danach haben wir zum Spaß mal beide Schrauben zu gedreht. Normalerweise sollte der Motor dann nicht mehr laufen im Leerlauf.
Bei diesem Test war fast kein Unterschied erkennbar! – Oha! Das ist nicht soooooo gut.
Wir hatten dann beide Gemisch-Schrauben auf ½ Umdrehung belassen, wo der Motor anscheinend problemlos lief!
Fazit der Einstellversuche
Beide Einstellversuche waren somit nicht zufriedenstellend und deuten auf ein technisches Problem hin.
Zusammen mit dem subjektiven Eindruck, dass der Motor zu fett läuft, deutet es darauf hin, dass der Motor von irgendwo noch extra Sprit zieht.
Stefan’s bekloppte Theorien
Ich bin ja ein Meister darin mir irgendwelche bekloppten Theorien zu einem Problem zusammen zu spinnen, die … dann vollkommen falsch sind!
Theorie A:
Einfluss durch die sogenannte Off-Idle-Düse!
Dieser Vergaser hat oberhalb der normalen Leerlauf-Düsen die sogenannten Off-Idle-Düsen.
Diese befinden sich oberhalb der geschlossen Drosselklappen, so dass sie erst wirksam werden, wenn diese ein klein wenig geöffnet werden.
Sie dienen dazu den Übergang von Leerlauf zum Normalbetrieb zu verbessern.
Da die genaue Position der Drosselklappen nicht ganz klar ist, könnte es sein, dass diese bereits im aktuellen Leerlauf-Zustand die Off-Idle-Düsen mitbenutzen und damit das Leerlauf-Gemisch erhöhen. Es würde auch erklären, warum das Einstellen der Gemisch-Schrauben fast keinen Effekt hatte.
Theorie B:
Nebenluft-Thematik!
Ich nehme dies auf, weil es bestimmt sonst ein anderer tut!
Durch Luft, dass am Vergaser vorbei in die Ansaugbrücke fließt, wird effektiv zum Einen die Leerlauf-Drehzahl angehoben und zum Anderen das Gemisch abgemagert.
Diese Theorie könnte die Drehzahl-Einstellung erklären, aber nicht warum die Gemisch-Schrauben keinen Einfluss haben.
Theorie C:
Sitz der Leerlauf-Gemisch-Schrauben ist defekt/verdrückt/schlecht.
Das bedeutet, dass eine geschlossene Leerlauf-Gemisch-Schraube eben nicht geschlossen wäre, weil der Dichtsitz verdrückt oder beschädigt ist.
Dies würde nur die Gemisch-Einstellung erklären, aber nicht ganz.
Denn geschlossen würde man ja trotzdem am Motorlauf eine größere Veränderung merken, auch wenn die Gemisch-Schrauben nicht ganz schließen können.
Die Nachwehen
Nach der Aktion wollten wir zurück zur Wohnung fahren und zusammen Kaffee und Kuchen genießen.
Also kurze Fahrt mit der Corvette zum Bäcker und dann zur Wohnung.
Wohlgemerkt … hier waren die Gemisch-Schrauben noch auf eine ½ Umdrehung eingestellt.
Bei diesen kurzen Fahrten ging der Motor dann immer wieder mal im Leerlauf aus.
Mmmmhhhh … haben die Gemisch-Schrauben doch einen Einfluss?
Wir haben dann die Gemisch-Schrauben wieder aufgedreht, aber beide auf 3 Umdrehungen.
Damit konnte er dann sicher heimfahren.
Weitere (bekloppte) Gedanken dazu …
Für mich bestätigt das ein wenig Theorie A.
Denn wenn die Drosselklappen keinen sicheren Anschlag haben und knapp über der Off-Idle-Düse hocken, dann könnte während der Fahrt ja doch einmal die Drosselklappen ein wenig weiter zu sein … und schon ist zu wenig Sprit da und sie geht aus.
Konsequenzen
Um die technischen Probleme zu untersuchen, muss man den Vergaser runter nehmen und genau anschauen, was wir hier nicht gemacht haben (und auch nicht wollten).
Ich wollte vermeiden, dass seine Corvette bei mir „gestrandet“ ist.
Man sollte untersuchen, wie die Drosselklappen stehen und wie beweglich sie sind.
Event. macht es Sinn den Vergaser komplett zu zerlegen, dann kommt man gut an die unterste Ebene mit den Drosselklappen und der Leerlauf-Düsen ran.
Aber bei so einem Zerlegen, braucht man min. einen neuen Dichtungssatz (oder einen kompletten Überholsatz).
Wenn ein anderer passender Vergaser verfügbar ist, könnte man auch den ganzen Vergaser tauschen.
Dann wäre die Corvette wieder fahrbereit, solange man sich mit dem Untersuchen/Reparieren des Vergasers beschäftigt.
Ich habe nur keine Erfahrungen mit Vergaser-Tausch und ich habe keinen anderen.
Uff … das wurde hier wohl doch etwas länger …
Schöne Grüße
Stefan
Stefan

