Gestern, 22:22
Günstige Youngtimer statt teure Oldtimer
Fachkräftemangel in den Werkstätten
Ein Problem haben mitunter auch die Werkstätten, nämlich mit der antiquierten Technik. Kfz-Mechatroniker sind heute gewohnt, ihren Laptop ans Auto anzuschließen und Fehler auszulesen. Um alte Vergasermotoren zu warten, fehlen die Fachleute.
Dazu kommen Engpässe bei den Ersatzteilen. Passende Komponenten aufzutreiben, wird schwieriger. Dramatisch verteuert haben sich zudem die Preise. Die Hersteller rufen teils absurd hohe Summen auf, auch sie haben aus dem Oldtimer-Hype längst ein extrem lukratives Geschäft gemacht.
Doch Vintage-Fans haben inzwischen einen Ausweg gefunden: Youngtimer. So heißen Autos, die für das H-Kennzeichen noch zu jung sind, aber trotzdem schon Kultstatus haben können. Besonders attraktiv scheint hier allerdings der günstige Preis zu sein.
Statt nach einem stattlichen 300er Mercedes oder Porsche 911 schauen viele Leute jetzt nach einem VW Golf 4 oder Opel Corsa B aus den 1990er Jahren. Diese beliebten Modelle seien schon ab etwa 1400 Euro zu haben, sagt Nils Möller von mobile.de.
Überzogene Preise?
Die Preise sind überzogen. Zwar ist der Klassiker-Markt groß. Allein bei Werkstätten und Ersatzteilen gebe es ein Umsatzpotenzial von 3,6 Milliarden Euro, analysiert die Classic-Studie 2025 der Beratungsgesellschaft BBE Automotive. Doch die Goldgräberstimmung ist vorbei. Jahrelang wuchsen die Fahrzeugbestände zumeist im zweistelligen Bereich, selbst Rostlauben verkaufte manch einer noch als besonderen Scheunenfund oder ehrlichen Klassiker mit "Patina".
Erstmalig verzeichnet die Classic-Studie, als wichtigster Branchenbericht unterstützt von mehreren Firmen und Verbänden, nach vielen Jahren des rasanten Wachstums nun eine Stagnation.
Vor allem im Hochpreissegment scheint die Preisblase geplatzt.
Beim Porsche 911 Carrera 2.7, einer Sportwagen-Ikone aus den 1970ern, brach der Marktwert im Vergleich zu 2019 um 18 Prozent ein, wie aus Daten des Marktbeobachters Classic Data hervorgeht.
Noch härter trifft es Modelle aus den 50er- und 60er-Jahren.
Die Bochumer beobachten seit über 30 Jahren den Oldtimer-Markt.
2025 sei die Auftragslage "klar dünner" als noch im Vorjahr. "Alter Glanz hat seine Strahlkraft verloren."
Der Absturz auf den Plattformen
Gebrauchtwagen-Plattformen spiegeln den Absturz wider. Bei mobile.de sanken die Preise für Fahrzeuge aus den 1950er-Jahren zuletzt teils um mehr als ein Drittel. Klassiker aus den Siebzigern verbilligten sich um rund zehn Prozent. Die Verluste treffen alle Segmente: So verlor der BMW 318i 27,6 Prozent, der Trabant 601 sank um 25,9 Prozent und der Mercedes 300 büßte 21 Prozent ein.
Quelle unter anderem
https://www.n-tv.de/auto/Garagengold-gla...50027.html
Von mir:
Es ist keine Seltenheit mehr, das ein C2 Wertgutachten von 115K Euro derzeit nicht mal mehr für 65K einen Käufer findet.
Das Geld ist knapp, die Unsicherheit groß. Und die Leute, welche diese grußartige Zeit Anfang der 1960 miterlebt haben, sterben aus.
Grüße Frank
Fachkräftemangel in den Werkstätten
Ein Problem haben mitunter auch die Werkstätten, nämlich mit der antiquierten Technik. Kfz-Mechatroniker sind heute gewohnt, ihren Laptop ans Auto anzuschließen und Fehler auszulesen. Um alte Vergasermotoren zu warten, fehlen die Fachleute.
Dazu kommen Engpässe bei den Ersatzteilen. Passende Komponenten aufzutreiben, wird schwieriger. Dramatisch verteuert haben sich zudem die Preise. Die Hersteller rufen teils absurd hohe Summen auf, auch sie haben aus dem Oldtimer-Hype längst ein extrem lukratives Geschäft gemacht.
Doch Vintage-Fans haben inzwischen einen Ausweg gefunden: Youngtimer. So heißen Autos, die für das H-Kennzeichen noch zu jung sind, aber trotzdem schon Kultstatus haben können. Besonders attraktiv scheint hier allerdings der günstige Preis zu sein.
Statt nach einem stattlichen 300er Mercedes oder Porsche 911 schauen viele Leute jetzt nach einem VW Golf 4 oder Opel Corsa B aus den 1990er Jahren. Diese beliebten Modelle seien schon ab etwa 1400 Euro zu haben, sagt Nils Möller von mobile.de.
Überzogene Preise?
Die Preise sind überzogen. Zwar ist der Klassiker-Markt groß. Allein bei Werkstätten und Ersatzteilen gebe es ein Umsatzpotenzial von 3,6 Milliarden Euro, analysiert die Classic-Studie 2025 der Beratungsgesellschaft BBE Automotive. Doch die Goldgräberstimmung ist vorbei. Jahrelang wuchsen die Fahrzeugbestände zumeist im zweistelligen Bereich, selbst Rostlauben verkaufte manch einer noch als besonderen Scheunenfund oder ehrlichen Klassiker mit "Patina".
Erstmalig verzeichnet die Classic-Studie, als wichtigster Branchenbericht unterstützt von mehreren Firmen und Verbänden, nach vielen Jahren des rasanten Wachstums nun eine Stagnation.
Vor allem im Hochpreissegment scheint die Preisblase geplatzt.
Beim Porsche 911 Carrera 2.7, einer Sportwagen-Ikone aus den 1970ern, brach der Marktwert im Vergleich zu 2019 um 18 Prozent ein, wie aus Daten des Marktbeobachters Classic Data hervorgeht.
Noch härter trifft es Modelle aus den 50er- und 60er-Jahren.
Die Bochumer beobachten seit über 30 Jahren den Oldtimer-Markt.
2025 sei die Auftragslage "klar dünner" als noch im Vorjahr. "Alter Glanz hat seine Strahlkraft verloren."
Der Absturz auf den Plattformen
Gebrauchtwagen-Plattformen spiegeln den Absturz wider. Bei mobile.de sanken die Preise für Fahrzeuge aus den 1950er-Jahren zuletzt teils um mehr als ein Drittel. Klassiker aus den Siebzigern verbilligten sich um rund zehn Prozent. Die Verluste treffen alle Segmente: So verlor der BMW 318i 27,6 Prozent, der Trabant 601 sank um 25,9 Prozent und der Mercedes 300 büßte 21 Prozent ein.
Quelle unter anderem
https://www.n-tv.de/auto/Garagengold-gla...50027.html
Von mir:
Es ist keine Seltenheit mehr, das ein C2 Wertgutachten von 115K Euro derzeit nicht mal mehr für 65K einen Käufer findet.
Das Geld ist knapp, die Unsicherheit groß. Und die Leute, welche diese grußartige Zeit Anfang der 1960 miterlebt haben, sterben aus.
Grüße Frank

