01.09.2026, 22:36
Hallo Michael
In deinem Eingangspost schreibst du, dass die Werkstatt den Vergaser richt einstellen konnte. Ich frage mich, was die denn alles versucht haben. Am Ende haben die die Metering Jet's und die Metering Rod's getauscht und der Vergaser ist jetzt völlig falsch bedüst. Weisst du was die in der Werkstatt genau gemacht haben? Ist dein Vergaser neu? Wenn du den neu gekauft hast, dann wurde mit dem Vergaser ein Manual mitgeliefert. Dort drin steht, wie die Standartbedüsung bei Auslieferung sein soll. Bei den Metering Rod's gibt es ebenfalls einen Standart bei Auslieferung. Wenn du einen Kalibrierungs-Kit zu deinem Vergaser hast, würde ich jetzt an deiner Stelle folgendes machen:
1. Den Vergaseroberteil öffnen, damit du an die Jet's kommst und diese kontrollieren kannst
2. Die Jet's (Düsen) der Primärstufe entsprechend dem Manual auf Auslieferstand einsetzen
3. Die Schwimmer auf korrekte Einstellung prüfen und gegebenenfalls richtig einstellen
4. Den Vergaser wieder zusammensetzen, Dichtungen nicht wergessen
5. Die Rod's (Düsennadeln) gemäss Auslieferzustand einsetzen mit den orangen Federn (5in. Hg)
6. Die LL-Gemischschrauben vorsichtig bis Anschlag rein drehen und dann beide 1.5 Umdrehungen zurück
Jetzt hast du den Auslieferungsstandart gemacht und von hier aus kannst du nun Änderungen vornehemen. Aber immer nur eine Änderung auf einmal nicht mehrere gleichzeitig!
Wenn du sicher bist, dass deine Zündung korrekt eingestellt und das Schwungrad mit der Zündmarkierung nicht verdreht ist, ziehe den Vakuumschlauch der Zündverstellung ab und verschliesse diesen Anschluss am Vergaser. Wenn du ein Vakuum-Meter hast, schliesse dieses am Portet Anschluss (rechter Anschluss von vorne gesehen) an und starte den Motor. Stelle das Standgas nun auf ca.750 U/min. ein. Nun drehst du eine der Gemischschraube hinein oder hinaus und beobachtest das Vakuum-Meter. Da wo du das höchste Vakuum findest, lässt du diese Gemischschraube stehen und machst das selbe mit der anderen Gemischschraube. Wenn du das gemacht hast, das Standgas wieder auf ca.750U/min. korrigieren. Von hier aus kannst du nun deine Zündverstellung einstellen. Dazu solltest du nach der Lars Methode (ist hier im Forum zu finden) vorgehen. Dazu benutzt du am einfachsten eine Zündzeitpistole, bei der du die Gradzahl und gleichzeitig die Drehzahl ablesen kannst. Grob gesagt soll die Frühverstellung mechanisch (Fliehkraftgewichte im Zündverteiler) bei ca.2800- 3000U/min. um 34°- max.36° liegen und nicht mehr weiter nach früh verstellen, wenn du noch etwas höhere Drehzahl gibst. Die Gewichte sind mit Federn bestückt, die ebenfalls durch unterschiedliche Stärken ausgetauscht werden können. Den Zündveteiler jetzt fixieren damit er sich nicht selber wieder verdehen kann. Jetzt kannst du den Ported Vakuumanschluss wieder mit der Vakuumdose am Zündverteiler verbinden und den Wert wiederum bei ca. 2800-3000U/min. ablesen. Zur mech. Frühverstellung kommt jetzt noch die Vakuumverstellung hinzu. Zusammen darf der Wert nicht über 56° früh steigen, sonst kingelt der Motor unter Last. Wenn das der Fall wäre, wovon ich nicht ausgehe, zieht die Vakuumdose am Zündverteiler zuviel und du musst dessen Verstellweg begrenzen, damit du nicht über diese 56° Gesamtverstellung kommst. Es gibt im Zubehörhandel auch verstellbare Vakuumdosen. Die haben eine innenliegende Feder, die du mehr oder weniger vorspannen und so den Verstellweg einstellen kannst. Wenn du nach der Larsmethode eingestellt hast, ist es eigentlich egal wo der Wert der Frühverstellung bei Standgas liegt. Wichtig ist, dass du nie über 56° hinaus kommst und wenn der Motor klingelt du den Zündverteiler in kleinen Schritten zurückdrehst, bis kein Klingeln mehr zu hören ist.
Good luck!
Gruss
Marcel
In deinem Eingangspost schreibst du, dass die Werkstatt den Vergaser richt einstellen konnte. Ich frage mich, was die denn alles versucht haben. Am Ende haben die die Metering Jet's und die Metering Rod's getauscht und der Vergaser ist jetzt völlig falsch bedüst. Weisst du was die in der Werkstatt genau gemacht haben? Ist dein Vergaser neu? Wenn du den neu gekauft hast, dann wurde mit dem Vergaser ein Manual mitgeliefert. Dort drin steht, wie die Standartbedüsung bei Auslieferung sein soll. Bei den Metering Rod's gibt es ebenfalls einen Standart bei Auslieferung. Wenn du einen Kalibrierungs-Kit zu deinem Vergaser hast, würde ich jetzt an deiner Stelle folgendes machen:
1. Den Vergaseroberteil öffnen, damit du an die Jet's kommst und diese kontrollieren kannst
2. Die Jet's (Düsen) der Primärstufe entsprechend dem Manual auf Auslieferstand einsetzen
3. Die Schwimmer auf korrekte Einstellung prüfen und gegebenenfalls richtig einstellen
4. Den Vergaser wieder zusammensetzen, Dichtungen nicht wergessen
5. Die Rod's (Düsennadeln) gemäss Auslieferzustand einsetzen mit den orangen Federn (5in. Hg)
6. Die LL-Gemischschrauben vorsichtig bis Anschlag rein drehen und dann beide 1.5 Umdrehungen zurück
Jetzt hast du den Auslieferungsstandart gemacht und von hier aus kannst du nun Änderungen vornehemen. Aber immer nur eine Änderung auf einmal nicht mehrere gleichzeitig!
Wenn du sicher bist, dass deine Zündung korrekt eingestellt und das Schwungrad mit der Zündmarkierung nicht verdreht ist, ziehe den Vakuumschlauch der Zündverstellung ab und verschliesse diesen Anschluss am Vergaser. Wenn du ein Vakuum-Meter hast, schliesse dieses am Portet Anschluss (rechter Anschluss von vorne gesehen) an und starte den Motor. Stelle das Standgas nun auf ca.750 U/min. ein. Nun drehst du eine der Gemischschraube hinein oder hinaus und beobachtest das Vakuum-Meter. Da wo du das höchste Vakuum findest, lässt du diese Gemischschraube stehen und machst das selbe mit der anderen Gemischschraube. Wenn du das gemacht hast, das Standgas wieder auf ca.750U/min. korrigieren. Von hier aus kannst du nun deine Zündverstellung einstellen. Dazu solltest du nach der Lars Methode (ist hier im Forum zu finden) vorgehen. Dazu benutzt du am einfachsten eine Zündzeitpistole, bei der du die Gradzahl und gleichzeitig die Drehzahl ablesen kannst. Grob gesagt soll die Frühverstellung mechanisch (Fliehkraftgewichte im Zündverteiler) bei ca.2800- 3000U/min. um 34°- max.36° liegen und nicht mehr weiter nach früh verstellen, wenn du noch etwas höhere Drehzahl gibst. Die Gewichte sind mit Federn bestückt, die ebenfalls durch unterschiedliche Stärken ausgetauscht werden können. Den Zündveteiler jetzt fixieren damit er sich nicht selber wieder verdehen kann. Jetzt kannst du den Ported Vakuumanschluss wieder mit der Vakuumdose am Zündverteiler verbinden und den Wert wiederum bei ca. 2800-3000U/min. ablesen. Zur mech. Frühverstellung kommt jetzt noch die Vakuumverstellung hinzu. Zusammen darf der Wert nicht über 56° früh steigen, sonst kingelt der Motor unter Last. Wenn das der Fall wäre, wovon ich nicht ausgehe, zieht die Vakuumdose am Zündverteiler zuviel und du musst dessen Verstellweg begrenzen, damit du nicht über diese 56° Gesamtverstellung kommst. Es gibt im Zubehörhandel auch verstellbare Vakuumdosen. Die haben eine innenliegende Feder, die du mehr oder weniger vorspannen und so den Verstellweg einstellen kannst. Wenn du nach der Larsmethode eingestellt hast, ist es eigentlich egal wo der Wert der Frühverstellung bei Standgas liegt. Wichtig ist, dass du nie über 56° hinaus kommst und wenn der Motor klingelt du den Zündverteiler in kleinen Schritten zurückdrehst, bis kein Klingeln mehr zu hören ist.
Good luck!
Gruss
Marcel


