Gemischverstellung
#41
Ich habe jetzt doch noch etwas mehr Frühzündung gegeben, damit läuft der Motor im heißen und kaltem Zustand besser.
Unterdruckschlauch auf den anderen Anschluss zu stecken, konnte ich keinen Unterschied feststellen
Die Gemischschrauben kann ich drehen wie ich will, da gibt es kaum eine Änderung.
Ich muss jetzt nochmal schauen, ob der Motor kalt jetzt zuverlässig läuft, dann ist die Corvette zumindest fahrbar. So richtig glücklich bin ich aber noch nicht. Ich werde aber weiter testen, so wie ich anzeigt habe.
Wenn noch jemand einen Tipp hat, gerne her damit.
Danke Euch allen, das hat mir sehr geholfen.

Grüße Michael
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#42
Das klingt alles sehr verwirrend.

Wie hoch ist denn die Drehzahl, die sich nicht ändert.

Normalerweise kannst du mit den Schrauben den Motor „abwürgen“, wenn du sie ganz reindrehst.

Ist der Carb neu oder gebraucht?
Normalerweise sind die Edelbrox „plug‘n‘play“. Zwar nicht High-End aber Anwenderfreundlich.
Draufschrauben und losfahren.

Hat er einen manuellen oder E-Choke?
Kannst du mit dem manuellen Choke die Drehzahl beeinflussen?
bzw.
Bewegt sich was beim E-Choke, wenn du kalt die Zündung einschaltest?

In welchem Loch hängt der Gaszug? Sind glaube ich 3 oder 4 Möglichkeiten, wo du den Zug einhängen kannst.
Hat der Gaszug im Leerlauf Spannung oder hängt er lose?
[Bild: 49630075eh.png]
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#43
Hallo Michael

In deinem Eingangspost schreibst du, dass die Werkstatt den Vergaser richt einstellen konnte. Ich frage mich, was die denn alles versucht haben. Am Ende haben die die Metering Jet's und die Metering Rod's getauscht und der Vergaser ist jetzt völlig falsch bedüst. Weisst du was die in der Werkstatt genau gemacht haben? Ist dein Vergaser neu? Wenn du den neu gekauft hast, dann wurde mit dem Vergaser ein Manual mitgeliefert. Dort drin steht, wie die Standartbedüsung bei Auslieferung sein soll. Bei den Metering Rod's gibt es ebenfalls einen Standart bei Auslieferung. Wenn du einen Kalibrierungs-Kit zu deinem Vergaser hast, würde ich jetzt an deiner Stelle folgendes machen:
1. Den Vergaseroberteil öffnen, damit du an die Jet's kommst und diese kontrollieren kannst
2. Die Jet's (Düsen) der Primärstufe entsprechend dem Manual auf Auslieferstand einsetzen
3. Die Schwimmer auf korrekte Einstellung prüfen und gegebenenfalls richtig einstellen
4. Den Vergaser wieder zusammensetzen, Dichtungen nicht wergessen
5. Die Rod's (Düsennadeln) gemäss Auslieferzustand einsetzen mit den orangen Federn (5in. Hg)
6. Die LL-Gemischschrauben vorsichtig bis Anschlag rein drehen und dann beide 1.5 Umdrehungen zurück

Jetzt hast du den Auslieferungsstandart gemacht und von hier aus kannst du nun Änderungen vornehemen. Aber immer nur eine Änderung auf einmal nicht mehrere gleichzeitig!
Wenn du sicher bist, dass deine Zündung korrekt eingestellt und das Schwungrad mit der Zündmarkierung nicht verdreht ist, ziehe den Vakuumschlauch der Zündverstellung ab und verschliesse diesen Anschluss am Vergaser. Wenn du ein Vakuum-Meter hast, schliesse dieses am Portet Anschluss (rechter Anschluss von vorne gesehen) an und starte den Motor. Stelle das Standgas nun auf ca.750 U/min. ein. Nun drehst du eine der Gemischschraube hinein oder hinaus und beobachtest das Vakuum-Meter. Da wo du das höchste Vakuum findest, lässt du diese Gemischschraube stehen und machst das selbe mit der anderen Gemischschraube. Wenn du das gemacht hast, das Standgas wieder auf ca.750U/min. korrigieren. Von hier aus kannst du nun deine Zündverstellung einstellen. Dazu solltest du nach der Lars Methode (ist hier im Forum zu finden) vorgehen. Dazu benutzt du am einfachsten eine Zündzeitpistole, bei der du die Gradzahl und gleichzeitig die Drehzahl ablesen kannst. Grob gesagt soll die Frühverstellung mechanisch (Fliehkraftgewichte im Zündverteiler) bei ca.2800- 3000U/min. um 34°- max.36° liegen und nicht mehr weiter nach früh verstellen, wenn du noch etwas höhere Drehzahl gibst. Die Gewichte sind mit Federn bestückt, die ebenfalls durch unterschiedliche Stärken ausgetauscht werden können. Den Zündveteiler jetzt fixieren damit er sich nicht selber wieder verdehen kann. Jetzt kannst du den Ported Vakuumanschluss wieder mit der Vakuumdose am Zündverteiler verbinden und den Wert wiederum bei ca. 2800-3000U/min. ablesen. Zur mech. Frühverstellung kommt jetzt noch die Vakuumverstellung hinzu. Zusammen darf der Wert nicht über 56° früh steigen, sonst kingelt der Motor unter Last. Wenn das der Fall wäre, wovon ich nicht ausgehe, zieht die Vakuumdose am Zündverteiler zuviel und du musst dessen Verstellweg begrenzen, damit du nicht über diese 56° Gesamtverstellung kommst. Es gibt im Zubehörhandel auch verstellbare Vakuumdosen. Die haben eine innenliegende Feder, die du mehr oder weniger vorspannen und so den Verstellweg einstellen kannst. Wenn du nach der Larsmethode eingestellt hast, ist es eigentlich egal wo der Wert der Frühverstellung bei Standgas liegt. Wichtig ist, dass du nie über 56° hinaus kommst und wenn der Motor klingelt du den Zündverteiler in kleinen Schritten zurückdrehst, bis kein Klingeln mehr zu hören ist.  

Good luck!

Gruss
Marcel
C3_Cab_whi_60.png 
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#44
Ui, viele Fragen und vielen Dank, das Ihr euch meiner annehmt.
Der Vergaser wurde von der ersten Werkstatt beschafft und dort eingebaut. Ich war mit der Leistung und mit dem Lauf des Motors sehr unzufrieden und habe nachbessern lassen. Leider ohne Erfolg.
Dann bin ich zur 2. Werkstatt. Die haben festgestellt, dass der Vergaser so auf die Ansaugbrücke geschraubt wurde und damit die Drosselklappen damit angestoßen sind und Vollgas nicht möglich war. Ebenso wurde festgestellt, dass der angeblich neue Verteiler ein altes Innenleben hat, das die Kabelisolierung sehr hart war und das Innenleben den Eindruck erweckt schon einige Jahre alt zu sein. Die 2. Werkstatt hat jetzt einen neuen Verbaut.
Durch die Behebung dieser Bauteile läuft der Motor jetzt deutlich besser, aber leider hat die 2. Werkstatt sich dem Motorlauf auch nicht so angenommen, wie ich es erhofft habe.
Ich wollte an der Corvette nicht mehr selber schrauben, aber mit den gemachten Erfahrungen, habe ich mir gesagt, da muss ich jetzt selber ran.

Da ich der ersten Werkstatt sowieso mal zeigen wollte, was die verbockt hat, werde ich mal nach dem Buch fragen. Ich habe auf jeden Fall nix dazu bekommen. Von der Optik her sieht der Vergaser aber absolut neu aus. Ich gehe davon aus, dass der einfach draufgeschraubt wurde.
Die zweite Werkstatt hat den Vergaser auf jeden Fall nicht zerlegt und was an den Düsen gemacht, somit gehe ich von einer Bestückung gemäß Auslieferzustand aus.

Ich selber habe die Zündung ja im Leerlauf zurückgenommen damit hatte ich bei Vollgas kein komisches Geräusch ab ca. 3500 U/min, welches ich als Klingeln deute. Dafür ist sie im heißen Zustand dann an der roten Ampel bei längerem stehen plötzlich in der Drehzahl abgesunken und aus gegangen. Deswegen habe ich jetzt die Zündung wieder Richtung früh verdreht. Damit läuft sie wieder zuverlässig. Leider fehlt mir die passende Zündpistole, meine blitzt nur bei OT, ich habe keine Verstellung. Damit fällt die Zündüberprüfung bei 3500 U/min leider momentan aus. Ebenso habe ich keine Unterdruckmessgerät und muss das mit Gehör machen.

Wenn ich eine Gemischschraube ganz reinschraube, dann geht nach etwas Zeit die Drehzahl in den Keller und der Motor schüttelt sich. Ich habe jetzt beide ca. 2 Umdrehungen herausgeschraubt, weil ich keine Veränderung beim rausschrauben gehört habe. Da haben mir übrigens auch beide Werkstätten als Problem genannt.

Dann habe ich die Leerlaufdrehzahl auf ca. 1000 U/min eingestellt und bin eine runde gefahren. nach ca. 10 km wieder zu Hause dreht der Motor im Leerlauf aber plötzlich wieder 1500 U/min. Dann kann es sein dass er nach langer Zeit plötzlich doch wieder auf 1000 U/min herunter geht und das macht die Einstellung halt nicht einfach, weil ich keine Ahnung habe, warum der Motor plötzlich höher dreht. Mein Verdacht ist dort die zu hohe Zündung, die solche Phänomene hervorruft. Nehme ich die Zündung aber zurück, habe ich keine Chance die Fahrstufe einzulegen, da er dann sofort abstirbt.
Die Drehzahl bei eingelegter Fahrstufe liegt jetzt so um die 600U/min
Der elektrische Choke funktioniert nach beiden Werkstätten einwandfrei und nach kurzer Laufzeit geht die Klappe langsam auf.

Was mir aufgefallen ist, dass in der Vergaserkammer auf der Beifahrerseite gerne Benzin von dem Messingteil tropft, das ist auf der Fahrerseite nicht der Fall. Das ist bestimmt nicht normal oder?
Mit so großen Vergasern bin ich nicht so fit. Ich kenne mich deutlich besser mit SU Vergasern bei Engländern aus.
Leider habe ich die nächsten Tage keine Zeit weiter zu schrauben.
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#45
Kann es sein, das die Schwimmerstände nicht stimmen und deswegen manchmal die Kammer überläuft? Prüfe mal die Schwimmerstände und den Sitz der Nadeln

Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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#46
... Die Zündeinstellung hat Marcel ja schon perfekt beschrieben.
Mess den Umfang der Schwungscheibe mit einem Bandmaß, das sind dann ja 360 Grad. Ein Zehntel davon sind die 36 Grad. Mach dir dort eine Markierung.
Dann ohne Unterdruckverstellung auf 3000 1/min drehen, nach Gefühl, oder ein 2. Mann/Frau/Diverser schaut auf den Drehzahlmesser.
Als ich meine damals gekauft hatte, war die Welle im Verteiler fest, sie hatte also gar keine Fliekraftverstellung...
Schau mal, bei abgenommener Verteilerkappe, ob sich die Verteilerwelle gegen die Feder verdrehen lässt und von selbst wieder in Grundstellung geht.
Gruß Christoph
Grüße Christoph 


Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals etwas vergessen zu haben... dumdidum
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#47
Zum letzten Mal: Was ist es für ein Vergasertyp?

Hast Du ein ( oder mehrere ) Foto(s) vom Motorraum, die Du mal einstellen kannst ( picr.de )?

Wenn Du preis gibst, wo Du beheimatet bist, gäbe es evtl. auch jemanden, der da mal mit drauf schauen kann...

(Nach)tropfendes Benzin ist nicht normal.

So eine Drehzahlerhöhung im Stand hatte ich nur mal bei Nebenluft.

Wenn Du in Zukunft doch mal das eine oder andere selber machen möchtest, ist eine einstellbare Zündlichtpistole (50€) und nen Unterdruckanzeige (ab 18€) eine gute und nicht allzu große Investition.
Grüßle
Jens

The difference between men and boys are the price of the toys... Engel
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#48
Hallo

Du schreibst, dass die 1ste Werkstatt den Vergaser ohne Adapterplatte verschraubt haben und die Drosselklappen dadurch mechanisch blockierten oder so. Die Drosselklappen sind hoffentlich nicht beschädigt oder deren Welle gar krumm, so dass die nicht mehr korrekt schliessen. Dann kannst du mit den Leerlaufgemischschrauben kaum noch was regulieren, da die bei nicht schliessenden Drosselklappen eben aus dem Spiel sind.

MfG.
early 1968 L71 tri-power big block convertible.
GM-T56 Viper 6 speed manual , 4.11 rear.
HOOKER chrome side pipes. Long L88 hood.
Tires front 235 rear 255 on 8x15 real wire spoke rims
You can't beat short stroke displacement . besoffen
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#49
@ 78er_pace

Warum zum letzten Mal, ich verstehe die Aussagen nicht.
Der Vergasertyp und sonst noch ein paar Kleinigkeiten habe ich schon im Post # 5 beschrieben.
Mein Wohnort ist mit der Postleitzahl im Profil auch angegeben.
Was genau brauchst Du denn noch zusätzlich?

Das Foto werde ich gerne nachliefern komme aber vermutlich erst im Laufe der nächsten Woche dazu, da mein Terminkalender bis Montag Abend voller Termine.

Zum Thema Drosselklappen, da verlasse ich mich gerade auf die Aussage der 2. Werkstadt, die keine Beschädigungen der Welle oder Klappen feststellen konnte. Selber habe ich das noch nicht geprüft, Wenn ich an die Schwimmerkammer gehe, dann werde ich das prüfen, weil ich dann ja sowieso zerlege.
Frage, meint ihr beim neuen Vergaser bekomme ich den auseinander ohne dass die Dichtungen Schaden nehmen, oder ist die Empfehlung jede Dichtung generell zu erneuern? Gibt es hier einen passenden Satz wo alles drin ist?

Und ja ich gewöhne mich gerade an den Gedanken an der Corvette zu schrauben und dann ist eine Unterdruckanzeige und eine weitere Zündpistole sicherlich von Vorteil. Ich habe halt fast keinen Platz zum Schrauben und mein Mini ist da deutlich schrauberfreundlicher, als die Corvette. Deswegen zögere ich noch etwas...
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#50
(03.09.2026, 09:23)Biz schrieb: (...)
Und ja ich gewöhne mich gerade an den Gedanken an der Corvette zu schrauben
(...)

Sorry, aber das solltest du ganz schnell tun. 
Oder über eine C5 oder höher nachdenken. 

Du kannst bei einem 45 Jahre alten Auto nicht erwarten, dass das funktioniert, wie frisch vom Band. 
Wobei bei einem Ami "frisch vom Band" auch nicht unbedingt fehlerfrei bedeutet.   Feixen
[Bild: 49630075eh.png]
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