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05.01.2026, 00:58
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.01.2026, 00:59 von sonstigeheinz.)
Moin
habe mich jetzt leider zwei Tage mit dem Thema beschäftigt und bin immer noch nicht schlauer - stattdessen kamen immer neue Fragen dazu.
In der Suche habe ich außer zwei kurzen Erwähnungen nichts zu dem Thema gefunden. Falls ich was übersehen habe, gern verlinken. Danke!
Grundlegend ist eine Catch Can ja bei jedem Direkteinspritzer Sinnvoll, um die Einlassventile nicht unnötig vollzurotzen. Ich habe weder eine gekauft, noch eine bestimmte als Favorit. Hoffe auf Empfehlungen mit Begründungen.
Zur Theorie - soweit ich sie verstanden habe:
Fall A) Kurbelgehäuse hat Überdruck: PCV lässt im Block unter dem Kompressor am Valley (schwarze Schraube) direkt Druck ab richtig Kompressor (dirty side = catch can sinnvoll).
Den Fall hat man üblicherweise bei Leerlauf und moderater Last.
Fall B) Kurbelgehäuse hat Unterdruck: Luftfilter (also vor DK) -> verbunden mit Trockensumpf -> Ventildeckel Beifahrerseite + Luftfilter (vor DK) -> Ventildeckel Fahrerseite (so bei mir angeschlossen) belüften das Kurbelgehäuse (clean side, optionale Catch Can).
Den Fall hat man bei Volllast, wenn der Kompressor überdruck erzeugt und kein Unterdruck mehr im Saugrohr ist.
Und hier tun sich die ersten Fragen auf: Die Mighty Mouse Anleitung besagt, dass die gelbe Leitung (Bild) eine 2-Wege-Verbindung ist?! Geht ja bei mir direkt vor die DK und nicht in den Trockensumpf.
Wo würde ich in meinem Fall die dirty side Catch Can anschließen? Valley -> Catch Can -> ?
Und wo käme die zweite Cleanside Catch can hin? Trockensumpf -> Catch Can -> Ventildeckel Beifahrerseite (blaue Leitung) ?
Habe in den letzten 2 Tagen gefühlt 25 verschiedene Versionen gelesen, YT Videos gesehen und bin grad echt unnötig verwirrt. Manche nutzen dazu noch 3 Port Cans, 2 Ports reichen dann aber auch wieder usw.
Danke für Sinnvolle Antworten.
Ventildeckel Fahrseitig vor DK
Valley unter dem Kompressor. Die schwarze Schraube hat serie ein Loch im Schaft Richtung Kompressor. Die Alternative ist kein Loch im Schaft, dafür vorne eines, was aus dem Block heraus in eine Catch Can führt.
rot: Loch im Serienzustand, grün: neuer Ausgang Richtung Catch Can, original Loch ist weg
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Die einzige Frage, die man sich eigentlich stellen muss: Wirken sich die Verkokungen an den Einlassventilen in irgend einer Weise negativ auf irgendwas aus und muss man sich deshalb solche Sorgen machen? Antwort beim LT4: Nein. Das "Problem" haben alle Direkteinspritzer ohne zusätzliche Saugrohreinspritzung. Um es kurz zu machen: Problematisch hinsichtlich Leistungsverlust nur bei Saugmotoren wo die Luftströmung durch die Kanäle bzw. an den Ventilen vorbei immer optimal sein muss (z.B. waren die alten Audi 4,2 Liter Hochdrehzahlsauger dafür bekannt, die haben teilweise nicht mal mehr 400 PS erreicht auf dem Prüfstand wegen den Verkokungen). Bei Turbo und Kompressormotoren vollkommen egal, weil die Luft so oder so in den Zylinder gedrückt wird, die Verkokungen sind unproblematisch.
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Hier gehts gar nicht nur um Leistungsverlust. Verkokte Ventile sind nie hilfreich! Klar hat ein aufgeladener Motor andere Drücke am Ventil anliegen, aber 1) fährt man die Vette auf Landstraßen die meiste Zeit im Saugbetrieb und 2) selbst aufgeladen sind im Querschnitt verringerte Einlasskanäle kontraproduktiv. Je mehr etwas -übertrieben gesagt- durch einen Strohhalm beatmet werden muss - desto schlechter das Ergebnis. "Also vollkommen egal" schon mal gar nicht! Ich will meine Ventile eher sauber halten, kann ja jeder handhaben wie er es will.
Aber das artet wie immer wieder in eine Grundsatzdiskussion am Thema vor aus.... weil einige nichts zur eigentlichen Frage wissen, aber trotzdem unbedingt ihre Meinung kundtun müssen
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(05.01.2026, 00:58)sonstigeheinz schrieb: Moin
habe mich jetzt leider zwei Tage mit dem Thema beschäftigt und bin immer noch nicht schlauer - stattdessen kamen immer neue Fragen dazu.
In der Suche habe ich außer zwei kurzen Erwähnungen nichts zu dem Thema gefunden. Falls ich was übersehen habe, gern verlinken. Danke!
Grundlegend ist eine Catch Can ja bei jedem Direkteinspritzer Sinnvoll, um die Einlassventile nicht unnötig vollzurotzen. Ich habe weder eine gekauft, noch eine bestimmte als Favorit. Hoffe auf Empfehlungen mit Begründungen.
Zur Theorie - soweit ich sie verstanden habe:
Fall A) Kurbelgehäuse hat Überdruck: PCV lässt im Block unter dem Kompressor am Valley (schwarze Schraube) direkt Druck ab richtig Kompressor (dirty side = catch can sinnvoll).
Den Fall hat man üblicherweise bei Leerlauf und moderater Last.
Fall B) Kurbelgehäuse hat Unterdruck: Luftfilter (also vor DK) -> verbunden mit Trockensumpf -> Ventildeckel Beifahrerseite + Luftfilter (vor DK) -> Ventildeckel Fahrerseite (so bei mir angeschlossen) belüften das Kurbelgehäuse (clean side, optionale Catch Can).
Den Fall hat man bei Volllast, wenn der Kompressor überdruck erzeugt und kein Unterdruck mehr im Saugrohr ist.
Und hier tun sich die ersten Fragen auf: Die Mighty Mouse Anleitung besagt, dass die gelbe Leitung (Bild) eine 2-Wege-Verbindung ist?! Geht ja bei mir direkt vor die DK und nicht in den Trockensumpf.
Wo würde ich in meinem Fall die dirty side Catch Can anschließen? Valley -> Catch Can -> ?
Und wo käme die zweite Cleanside Catch can hin? Trockensumpf -> Catch Can -> Ventildeckel Beifahrerseite (blaue Leitung)?
Habe in den letzten 2 Tagen gefühlt 25 verschiedene Versionen gelesen, YT Videos gesehen und bin grad echt unnötig verwirrt. Manche nutzen dazu noch 3 Port Cans, 2 Ports reichen dann aber auch wieder usw.
Danke für Sinnvolle Antworten.
............. Im US Forum war das ein großes Thema und diejenigen, die ein Catch Can nachgerüstet haben,. haben da viel Schnodder drin gesammelt, der sonst an den Ventilen vorbei in den Motor gegangen wäre.
Natürlich kostet es Leistung, wenn der Querschnitt am Ventil(schaft) immer kleiner wird, weil sich Ablagerungen bilden und schon bei 50tkm sollen da ordentlich Ablagerungen sein. Im Frühjahr nehme ich mal die Ansaugbrücke runter, dann sehe ich es.
Es wurde aber auch diskutiert, ob die Ablagerungen sich auch am Ventilschaft bilden und dann das Ventil schwergängig machen, oder gar blockieren.
Kurzum, wenn man Öl aus den Kurbelgehäusedämpfen vor dem Motor abscheiden kann, iost das nur positiv.
Wie die Catch Can angeschlossen wird, hängt auch vom Hersteller ab. Bei Youtube finden sich etliche Einbauanbleitungen verschiedener Hersteller.
Viel Erfolg.
Gruß
Götz
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05.01.2026, 18:54
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.01.2026, 18:55 von ZO6_Racer.)
Ach ja, dann zeig mal Prüfstanddiagramme wie viel das Leistung kostet, vor der Reinigung der Ventilschäfte und danach? Wieder mal absolute Panikmache. Ich kenne die Thematik wie gesagt von Audi, bei meinem Turbo 5-Zylinder sind die auch verkokt, was Null Unterschied macht. Die Ablagerungen sind in keinster Weise schädlich oder nachteilig für den Motor. Auch auf dem Prüfstand ist kein Leistungsunterschied messbar vor und nach einer Reinigung. Ebenso ist eine Reinigung völlig sinnfrei, da die Ventile in kürzester Zeit wieder genau so aussehen. Und da baut sich auch nicht sonst was für eine dicke Schicht auf, wenn's zu viel wird bröckelt es einfach ab und geht mit durch den Zylinder, was auch keinen Schaden macht, das Zeug ist weich und ölig.
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Bei den Corvetten ist das Thema glaube ich glücklicherweise nicht so ausgeprägt. Dennoch vorhanden und ich halte es auch für sinnvoll hier mit einer vernünftig durchdachten Lösung gegen zu steuern. Mich interessiert das Thema durchaus und ich würde mich freuen hier mehr dazu lesen zu können im Forum.
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05.01.2026, 20:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.01.2026, 20:39 von CCRP.)
man kann einen Audi DI nicht mit dem Corvette DI vergleichen weil GM keine ABgasrückführung verwendet und Audi das dämlicherweise auch noch über die Nockenwellenverstellung realisiert.
die Verkokungen bei den LT sind ein Bruchteil dessen was Deutsche Motorenkunst so verursacht.
Mighty Mouse Anleitung ist aber richtig, die Rückführung in den Lader gehört stillgelegt und in die MM eingeleitet, genauso die Ableitung des Tanks. Bei der geschlossenen MM geht die "sauber" Abluft wieder vor die DK da ansonst kein Druckausgleich erfolgen kann. Der "Schmodder" ist aber nur auskondensierter Öldampf den es ohne catch can gar nicht geben würde. Völlig belanglos
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(05.01.2026, 20:38)CCRP schrieb: ...Bei der geschlossenen MM geht die "sauber" Abluft wieder vor die DK da ansonst kein Druckausgleich erfolgen kann.
Also direkt per Y Stecker in den gelben Schlauch? Oder gibt es da Druckprobleme wegen dem angeblichen Zwei-Wege Druckausgleich in der Verbindung?
Selbst wenn ein neuer Anschluss vor der DK käme, wäre ja das gleiche letztendlich.
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einfach so wie es weiter oben bei der MM ANleitung klar ersichtlich dargestellt ist anschliessen. Zweiweg heisst ja nur das Luftstrom wechselwirkend fliessen kann um den Druckausgleich herzustellen
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(05.01.2026, 18:54)ZO6_Racer schrieb: Ach ja, dann zeig mal Prüfstanddiagramme wie viel das Leistung kostet, vor der Reinigung der Ventilschäfte und danach? Wieder mal absolute Panikmache. Ich kenne die Thematik wie gesagt von Audi, bei meinem Turbo 5-Zylinder sind die auch verkokt, was Null Unterschied macht. Die Ablagerungen sind in keinster Weise schädlich oder nachteilig für den Motor. Auch auf dem Prüfstand ist kein Leistungsunterschied messbar vor und nach einer Reinigung. Ebenso ist eine Reinigung völlig sinnfrei, da die Ventile in kürzester Zeit wieder genau so aussehen. Und da baut sich auch nicht sonst was für eine dicke Schicht auf, wenn's zu viel wird bröckelt es einfach ab und geht mit durch den Zylinder, was auch keinen Schaden macht, das Zeug ist weich und ölig.
Komm vorbei, dann zeige ich Dir Prüfstanddiagramme ....
Gruß
Götz
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