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3D-Druck im Motorenbau? - Druckversion

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3D-Druck im Motorenbau? - craxx - 17.01.2026

Hat zwar (noch) keinen Corvette-Bezug, könnte aber in der Zukunft auch in Bezug auf die Produktion von Ersatzteilen interessant werden:
https://www.youtube.com/watch?v=l_pxvIXdJpk

Lars


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - DonauCorvette - 18.01.2026

Ich habe das Thema schon mal beiläufig angesprochen. Plastik und Gummis sind heute keine Herausforderung.
Metall geht auch mittlerweile. Wenn die Masse wie beim CN Drehen eingeben werden können.

Was die Verwendung bei Metall anbelangt, kann es empfindlich teuer werden. Und dann besteht noch die Frage, ob
der/ die Hersteller die Originalzeichnungen heraus geben.

Möglich ist technisch schon fast alles.

mfg.

Wolfgang


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - galaxy7 - 19.01.2026

Da geht noch mehr 😉
https://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/in-weissenhorn-ist-der-erste-keller-im-3d-betondruckverfahren-entstanden-113204663


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - perlen - 19.01.2026

Also was Beton in der Corvette Ersatzteilversorgung machen soll verstehe ich nicht ganz.
Das YT über den Porsche Zylinderkopf ist deswegen hochinteressant weil es zeigt was machbar ist, auch Teile der Space X Raptor Triebwerke entstehen so, wo halt Geld keine Rolle spielt.
Für die allermeisten Fälle der Ersatzteile für Corvette wird wohl der Preis der gedruckten Metallteile viel zu hoch sein.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - keineAhnung - 19.01.2026

So ein Drucker kostet leider noch 6 Stellig

Bis 1 Meter geht bei geringer  Qualität ab 40 K€ los.

[url= https://www.3dmensionals.de/creatbot-d1000-hs-3d-drucker-5911?]https://www.3dmensionals.de/creatbot-d1000-hs-3d-drucker-5911? gad_source=1&gad_campaignid=20557536447&gclid=EAIaIQobChMI_ZLfrbOYkgMVPJODBx1eDhTEEAQYAyABEgLd5_D_BwE#attribute_values=1206,1035,1026,1109,1210,1198,1033,2522,3706[/url]

Und das Pulver ist auch nicht gerade günstig , 6 Kg um die 1000 Euro wenn es thermisch stabil sein soll.

So ein LS7 Block im Druck liegt dann bei ca 8-10K lohnt sich das für privat?  

Wenn man 140 Cm haben will, weil man einen Zylinderkopf oder Zylinderblock drucken möchte.
Die haben KW Leistungslaser drin, damit dass Titan auch schnell schmilzt.

Titan aus eine Flache ist auch nicht ganz günstig  6 Kg um die 1000 Euro

Beim Zylinderkopf müssten aber Ventilsitze, Sitzringe noch eingearbeitet werden, sowie die Kopffläche
zum Block auch noch gefräßt werden.
Plus Gewinde dür Bolzen ( z.B Auspuff) schneiden
Der Druck hinterlässt nur einen präziesen Rohling.
Ob sich das dann alles lohnt ist die Frage.

Alles bis 10 cm ist kein Problem.

Bei z.B Flugzeugmotoren werden z.B die  Fan Schaufeln gedruckt.
Die kann man innen hol drucken und innen Kühlluft durchbalsen , außen mit Keramik
beschichten. So halten die bis zu 2700 Grad aus, was mit normalen Titanschaufeln  ohne Innenkühlung  
nicht möglich war.  ein Quantensprung für die Triebwerke.

Und wehe es gibt geringfüge Verschmutzungen bei  der Pulverherstellung

"einen großen, außerplanmäßigen Rückruf für Pratt & Whitney PW1100G Getriebefan-Triebwerke (GTF)
wegen Problemen mit Metallpulver-Verunreinigungen in Turbinenscheiben, was zu Rissen führen kann und hunderte von Airbus A320neo-Jets betrifft.
Airlines weltweit müssen Triebwerke zur Inspektion und Reparatur zurückschicken,
was zu Bodenzeiten führt, und der Rückruf hat erhebliche finanzielle Auswirkungen für Hersteller wie MTU Aero Engines"

Und wenn so etwas schon Hersteller wie  Airbus passiert, ist klar, wie kritisch die Herstellung und der
Zuliefer solcher Pulvers ist .

Grüße Frank


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - DonauCorvette - 22.01.2026

Nochmals auf den Anfang zurück zu greifen.

Wie erwähnt, Kunstoffe und Kleinteile kein Thema.
Aber wenn es ans Getriebe und den Motor geht, würde ich eine CNC Fräse vorziehen.
Was auch erschwerend hinzu kommt, die Nachgefertigten Teile müssen die selben Materialeigenschaften haben.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - zuendler - 24.01.2026

Ich sehe nicht das Problem, dass die Hersteller die Zeichnungen nicht herausrücken.
3D Scan ist heute sehr billig geworden und selbst für Laien machbar, das ist keine grosse Herausforderung mehr.

Ich sehe aber auch ein Kehrseite auf uns zu kommen, das Video ist das beste Beispiel.
Die Hersteller werden bei geringen Stückzahlen dazu übergehen Teile 3D zu drucken.
Dadurch werden die noch schwieriger nachzubauen und teurer. Der Druck ermöglicht neue Formen etc. die früher nicht gingen.
Teile werden noch komplexer und teurer werden.
Wenn der Drucker eine Woche für nen Zylinderkopf braucht...da kostet das Ding doch 10.000€ fertig bearbeitet im Verkauf.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - C3-Fritz - 03.08.2026

(24.01.2026, 15:13)zuendler schrieb: 3D Scan ist heute sehr billig geworden und selbst für Laien machbar, das ist keine grosse Herausforderung mehr.

Als Privatanwender  ist es eine große Herausforderung. Finanziell und vom Lernaufwand die Methodik der Punktewolkenumwandlung in qualtitativ gute Scandaten und Flächendaten. Wenn ich sehe, was die Firmen mittlerweile technologisch anbieten, das ist schon faszinierend. Der Preis dahinter auch. 

Als kleines CAD-Lichtlein dann Punktewolken so aufbereiten, dass es fertigbar wird und nachher auch passt in der Montage? Ein harter Lernprozess. Denn anstatt in der Firma wo die CAD Lizenz eben mal von der Firma gestellt wird, gehen hier für den Privatanwender einige Falltüren auf.

Da herrrscht in den Köpfen noch viel "Drücke Taste-Fertig" und das kaufe ich mir bei Ali Express oder Temu- Denke, was aber real richtig verficktes und teures CAD Geschäft ist.

SolidWorks kollabiert total bei Scandaten.  Die Punktewolken der Scandaten werden recht schnell groß (auch bei 0.3 mm Genauigkeit für einen Zylinderkopf) und Scannen ist auch erst richtig gut, wenn man mal so über 10.000 € in die Hand nehmen kann. Miit meinem Einscan Wald und Wiesen Scanner - der auch mal vor 2 Jahren rund 900 Euro gekostet hat und dem Einscan 2 (1.500 Euro) geht schon echt was gut voran. Aber die Hersteller zocken bei der Software Lizenz ab. Also wieder Geld auf den Tisch. Und mit Windows Xp braucht man da auch nicht anfangen. Neueste Software, neueste Rechner, beste NVIDIA Grafik, viel RAM. Dann wird es angenehm. Ansonsten stürzen Software und Scanprozesse ab, es kann nervig werden. 

Ich arbeite viel mit Fusion 360 bei den Scandaten. Ja, da lernt man ein neues CAD System weil das vorhandene CAD - SolidWorks - einfach nicht performt.  Das fünfte in meinem Konstrukteursleben bisher. 

Klar, irgendwie bekommt man schon etwas dargestellt. Bis man dann die Scantoleranzen im Griff hat und so weiter und so fort, das ist ein langer Lernprozess. Für mich als Rentner sind da irgendwo Grenzen gesetzt. 

Meistens der eigene Geldbeutel.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - Till - 08.08.2026

(03.08.2026, 23:53)C3-Fritz schrieb: ...
Ich arbeite viel mit Fusion 360 bei den Scandaten. ... 
Ich auch. Aber so richtig glücklich bin ich damit nicht.



Für 3D-Druck gibt es die unterschiedlichsten tollen Anwendungen. Teile wie Zylinderköpfe oder Blöcke gehören nicht dazu.

Gruß, Till


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - Till - 08.08.2026

[Bild: Kompressorhalter.jpg]

Hier mal ein Beispiel, das ich gerade gescannt habe. Das ist ein Halter für eine Umlenkrolle an einem Kompressorumbau, der geändert werden muss. Mit dem gescannten Netz wird dann in Fusion nachkonstruiert, das heißt es wird ein CAD Körper mit den originalen Maßen konstruiert. Und dann können die Maße für das neue Teil wie gewünscht geändert werden.

Dann wird das Teil in Kunststoff gedruckt, um zu gucken ob es passt. Man könnte das auch so drucken, dass es als dauerhafte Lösung im Motorraum verwendet werden könnte. Aber wahrscheinlich wird das Teil am Ende passend aus Aluminium gefräst.