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3D-Druck im Motorenbau? - Druckversion

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RE: 3D-Druck im Motorenbau? - C3-Fritz - 09.08.2026

@Till Ganz ordentlich geworden. Recht hohe Auflösung. Was hast Du denn für einen Scanner?


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - Pacer - 09.08.2026

Ich kenne das von einem Kollegen, er geht auch so vor.
Es wird ein Muster in 3D erstellt und mit dem 3D-Drucker gedruckt bis das Teil als gut empfunden wird und anschliessend je nach Material werden dann für die Produktion Gussformen hergestellt oder es wird CRC gefräst.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - Basylazy25 - 10.08.2026

Sieht wirklich nach einer sehr guten Auflösung aus. Wir hatten damals Scanner von Zeiss genutzt, dort musste noch immer nachträglich/händisch die Punktewolke/das Netz geschlossen werden. Das scheint bei dir nicht der fall zu sein.

Ein Motorblock aus Ti6Al4 wäre über SLM gar kein Problem. Kostentechnisch jedoch vollkommen uninteressant (zumindest aktuell) und daher wohl rein zu forschungszwecken reizvoll.

Ich sehe aktuell aber auch den mittelfristigen Nutzen in schnellen bzw überhaupt möglichen Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Sobald der Metalldruck auch im privaten Bereich wirtschaftlicher gemacht werden kann wird sich vermutlich auch in der Industrie einiges ändern. Topologieoptimierung ist ganz klar die Zukunft.


RE: 3D-Druck im Motorenbau? - Till - 13.08.2026

(09.08.2026, 16:22)C3-Fritz schrieb: @Till Ganz ordentlich geworden. Recht hohe Auflösung.  Was hast Du denn für einen Scanner?

Das ist ein Creality Sermoon S1. Auflösung auf 0,3mm eingestellt. 

Technisch wäre das genauso gut mit einem deutlich günstigeren Scanner gegangen. Das war mit blauem Laser und Markern.
Weil das Teil überall stark relativiert hat, und an einigen Stellen schon spiegelt, musste ich mattierendes Scannerspray verwenden. Das trägt dann an manchen Stellen schon sichtbar auf, während andere Ecken fast nichts abbekommen haben. Und dann muss man versuchen, auf dem Spray noch ein paar Kleber anzubringen.
Und das wäre mit praktisch allen Scannern das gleiche Prozedere.

Die orangen Flächen im Bild sind Löcher. Da hatte das Spray nicht ausreichend mattiert, und für meine Anwendung war es völlig egal. Ich habe von zwei Seiten gescannt. Mit der Creality Software aus den Punktewolken Netze zu machen, und die Netze aus den Scans zusammenzufügen, geht zügig. Ich hatte in diesem Fall vergessen meinen Laptop von Silent auf Turbo umzustellen, und das hat überhaupt keine Rolle gespielt.

Schneller und produktiver wäre in diesem Fall gewesen: Mit Maßstab auf den Flachbettscanner legen. Wenn man weiß, wo rechte Winkel sind - was in so einem Fall offensichtlich ist - kann man die Scans in parallele oder orthogonale Konstruktionsebenen legen. Sacklochtiefen und Gewinde muss man sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit ausmessen.

Das Besondere am Sermoon S1 ist, dass man mit Infrarot und mit blauem Laser bei geeigneten Oberflächen ohne Marker scannen kann. Das macht Freude, weil man schnell und einfach brauchbare Ergebnisse bekommt. Unten Bild von einer Stoßstange, an die ich einen Kennzeichenhalter konstruieren wollte.

[Bild: Screenshot-2026-08-13-101105.jpg]