21.08.2026, 20:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.08.2026, 21:07 von Le Corvettier.)
(29.06.2026, 08:59)Mass in Orbit schrieb: Hi zusammen,
mal ein kleiner Tipp in die Runde, den ich aus eigener Erfahrung wirklich jedem Oldtimer-Besitzer ans Herz legen kann: **Der Einbau eines externen Starterrelais.**
Viele von uns kennen ja das klassische Problem: Man dreht den Schlüssel und es passiert... nichts, oder nur ein müdes Klacken. Oft sucht man den Fehler dann tagelang beim Anlasser oder der Batterie. Dabei liegt das Problem meistens auf dem Weg dorthin.
Bei unseren Schätzchen fließt der gesamte Magnetschalter-Strom serienmäßig oft direkt über das Zündschloss. Wenn die Kontakte dort und die Kabelbäume erstmal 40 Jahre oder älter sind, steigen die Übergangswiderstände massiv an. Die Folge: Am Anlasser kommt einfach nicht mehr genug Spannung an, um den Magnetschalter sauber durchzuschalten (besonders gern, wenn der Motor warmgefahren ist).
**Die Lösung:**
Ein externes Relais (wird im US-Car-Bereich auch gerne als *Ford-Solenoid-Trick* verbaut) schafft da sofort Abhilfe.
Wie habt ihr das bei euren Autos gelöst?
Schöne Grüße!
Ja den Ford Solenoid gibt es schon ab 20 € incl Versand (z.B. auf Amazon). Dazu gibt es auch eine Menge Tipps und Youtubes von den typischen amerikanischen DIYS Guys. Etwas Verwirrung schafft hier die Tatsache, dass es den Solenoid mir 3 und 4 Anschlüssen gibt. Die Funktion des S und I Anschlusses ist manchen nicht ganz klar, vielleicht weil sie keine Schaltpläne lesen (können).
So versteigt sich einer der Vortragenden auf die Idee, auf den I Anschluß (= Ignition entsprechend R beim GM Magnetschalter) die Masse zu legen.
Ein weiterer skurriler Youtuber kommt letztendlich zu Schluss: "I dont know how it works, but it works".
Hier wird ja ein Relais hinter das andere (der Magnetschalter ist ja auch eins) geschaltet und nur der Kabelquerschnitt vom 1. zum 2. kann hier maximiert werden, was sicherlich positiv sein kann.
Soweit so gut aber nun zu Deinem Beitrag. An die Sache mit dem überlasteten Zündschloss glaube ich zwischenzeitlich nicht mehr. Hab das zwar auch mal ausgetauscht, denn wenn ich gestartet habe hat das Amperemeter ziemlich ausgeschlagen aber es tat sich nichts (kein Klacken, etc.).
Was da nur geholfen hat war leichtes Klopfen auf den Anlasser oder den Magnetschalter. Letzteren habe ich auch schon mehrmals getauscht, aber das Problem trat nach geraumer Zeit wieder auf.
Warum:
Wenn man den Austauschmagnetschalter kauft bekommt man ja zwar eine neue Magnetspule, aber der Magnetkern, der die Einrückmimik bedient bleibt der alte. Mein Verdacht, dass hier keine exakte Führung mehr ist oder nie war und sich dieser (besonders im heißen Zustand) verkantet und dann den eigentlichen Schaltmechanismus nicht bewegt. Die Anlasserkohlen habe ich auch mal getauscht, sie waren es nicht. Ergo: Nur Erschütterung des Anlassermagnetes hilft!
Ich wollte nun keinen teuren originalen Ersatz (mit dem gleichen Designfehler) oder einen modernen noch teueren Mini Murkser Torker kaufen (passt einfach nicht an eine NM C2) und hab mir überlegt wie ich den Anlassmagnet mechanisch erschüttern kann.
Nun hier meine zugegebenermaßen etwa seltsame aber funktionierende und sehr preiswerte (ca. 10 €) und fast unsichtbare Lösung:
Ich hab einen kleinen Unwuchtmotor
Ein Anschluss des Motors an die Masse , den anderen an den S Anschluss des Magneten. Fertig!
Wenn ich nun starte läuft der kleine Motor los - macht was ein Vibrator halt so macht - erschüttert ("erregt") den Magneten, löst damit alle "Verspannungen" und der Motor springt an!
Voila!

