Hallo zusammen,
Nach Heinz's Rat mal die Titan Einlassventile, wegen zunehmender Versprödung, zu wechseln, sind jetzt die Köpfe runter. Bei km 58000, nach neg. Wiggletest, haben wir damals die Köpfe getauscht. Nun stehen 133000km an, die Köpfe sind also 75000 gelaufen.
Für mich stand vor allem die Frage offen, ob auch die Führungen neu müssen. Beim ersten Ventil war dann mal kaum spürbares Spiel vorhanden, das war schon mal positiv.
Habe dann am 1.Kopf alle Führungen gemessen. Wollte die Führungen an 3 Pos. messen. Schlussendlich war das gar nicht nötig. Alle Bronze-Führungen sind 8.005mm, kaum zu glauben!! Ich denke das entspricht ziemlich genau dem Ø beim Einbau. Qualität der Führungen, einfach genial.
Zustand der Ventile: Ventilschaft Einlass, dank der CrN Beschichtung wie neu. Auslass, optisch etwas gebraucht aber auch nicht über 0.01mm verschlissen
Ventilsitze: sind für mich nicht so top, finde das Tragbild etwas suboptimal.
[attachment=146593]
Jetzt zu den neuen Ventilen.
Von Auge nicht schlecht. Unter dem Mikroskop solala. Habe einmal die Rauheit gemessen. Ra, Ein, 0.10 und Aus 0.13. Möchte die so nicht einbauen.
Jetzt meine Frage zu Tumble Polish, also Gleitschleifen oder Trovalisieren. Können CrN beschichtete Titanventile mit einem solchen Prozess poliert werden ohne, die ca. 2my Starke Beschichtung, zu beschädigen? Der Fachmann von Balzers Oerlikon, bieten die Beschichtung auch auf Ti an, meinte schon mal nein. Das müsse vorher passieren. Auch die positive Gefügeveränderung kann unter der Schicht nicht stattfinden.
Wir trovalisieren bei uns in der Firma eigentlich fast alles was in eine Uhr rein kommt. Ich rede also von Bauteilen von Ø0.18 bis Stanzteile von einigen mm. Das ergibt glänzende Oberflächen bei eigentlich nicht messbarem Abtrag. Die Teile sind zwar auch gehärtet, haben aber nicht die Härte einer CrN Beschichtung die bei 1700-2000HV liegt. Wir wenden sicher ein Dutzend verschiedene Prozesse beim Trovalisieren an. Die einzelnen Einflussparameter wie Verfahren, Gleitsteine, evtl. Beimischung von Abrasiv und dann noch eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung um die Energie zu verändern, machen das Ganze zu einer never Ending Story.
Wenn es also nur um eine minimale Glättung der Oberfläche ohne Gefügeveränderung geht, wäre ein Finish mit einer feinen Diamantpaste doch auch eine Option.
Anders die Auslass, dort wäre alles einfach.
Grüsse
yves
Nach Heinz's Rat mal die Titan Einlassventile, wegen zunehmender Versprödung, zu wechseln, sind jetzt die Köpfe runter. Bei km 58000, nach neg. Wiggletest, haben wir damals die Köpfe getauscht. Nun stehen 133000km an, die Köpfe sind also 75000 gelaufen.
Für mich stand vor allem die Frage offen, ob auch die Führungen neu müssen. Beim ersten Ventil war dann mal kaum spürbares Spiel vorhanden, das war schon mal positiv.
Habe dann am 1.Kopf alle Führungen gemessen. Wollte die Führungen an 3 Pos. messen. Schlussendlich war das gar nicht nötig. Alle Bronze-Führungen sind 8.005mm, kaum zu glauben!! Ich denke das entspricht ziemlich genau dem Ø beim Einbau. Qualität der Führungen, einfach genial.
Zustand der Ventile: Ventilschaft Einlass, dank der CrN Beschichtung wie neu. Auslass, optisch etwas gebraucht aber auch nicht über 0.01mm verschlissen
Ventilsitze: sind für mich nicht so top, finde das Tragbild etwas suboptimal.
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Jetzt zu den neuen Ventilen.
Von Auge nicht schlecht. Unter dem Mikroskop solala. Habe einmal die Rauheit gemessen. Ra, Ein, 0.10 und Aus 0.13. Möchte die so nicht einbauen.
Jetzt meine Frage zu Tumble Polish, also Gleitschleifen oder Trovalisieren. Können CrN beschichtete Titanventile mit einem solchen Prozess poliert werden ohne, die ca. 2my Starke Beschichtung, zu beschädigen? Der Fachmann von Balzers Oerlikon, bieten die Beschichtung auch auf Ti an, meinte schon mal nein. Das müsse vorher passieren. Auch die positive Gefügeveränderung kann unter der Schicht nicht stattfinden.
Wir trovalisieren bei uns in der Firma eigentlich fast alles was in eine Uhr rein kommt. Ich rede also von Bauteilen von Ø0.18 bis Stanzteile von einigen mm. Das ergibt glänzende Oberflächen bei eigentlich nicht messbarem Abtrag. Die Teile sind zwar auch gehärtet, haben aber nicht die Härte einer CrN Beschichtung die bei 1700-2000HV liegt. Wir wenden sicher ein Dutzend verschiedene Prozesse beim Trovalisieren an. Die einzelnen Einflussparameter wie Verfahren, Gleitsteine, evtl. Beimischung von Abrasiv und dann noch eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung um die Energie zu verändern, machen das Ganze zu einer never Ending Story.
Wenn es also nur um eine minimale Glättung der Oberfläche ohne Gefügeveränderung geht, wäre ein Finish mit einer feinen Diamantpaste doch auch eine Option.
Anders die Auslass, dort wäre alles einfach.
Grüsse
yves

